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Auf dieser Seite lesen Sie über
- Argenhof "Lebenswürde für Tiere" e.V.
- Vier Pfoten e.V.
- Tiergnadenhof Deutschland e.V.
- Tierheim Kreil / - Tieraltenheim Costa e.V.
- TSV Hamburg / - TSV Berlin
- Gut Aiderbichl
- Bürger gegen Tierversuche e.V.
Das Geschäft mit dem Mitleid boomt: Gnadenhöfe für Tiere scheinen, entgegen aller Annahme, eine vorzügliche Einnahmequelle für ihre Betreiber darzustellen. Zumindest für einige davon, unter denen die anderen, die sich mit Hingabe und Opferbereitschaft für die ihnen anvertrauten Tiere einsetzen, zu leiden haben: die öffentliche Meinung, von der die Spendenbereitschaft und damit das Überleben der einzelnen Einrichtungen unmittelbar abhängt, könnte sich aufgrund bekanntwerdender Unterschlagungs-, Mißbrauchs- und Korruptionsfälle prinzipiell gegen Tierheime und Gnadenhöfe wenden.

Argenhof / "Lebenswürde für Tiere e.V."
Der nahe Wangen im Allgäu gelegene Gnadenhof "Lebenswürde für Tiere e.V.", betrieben von der Malerin und Hundebuchautorin Christiane Rohn, wurde im September 2005 von einem rund 40 Mann starken Aufgebot an Polizei, Staatsanwaltschaft und Veterinärbehörden durchsucht. Der Vorwurf lautete sinngemäß: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und Veruntreuung von Spendengeldern.
In verschiedenen www-Foren wurde und wird die Sache "Argenhof" sehr kontrovers diskutiert, u.a. auch im hiesigen rageandreason-Forum. Insbesondere wurde die gesetzwidrige Käfigverwahrung von zeitweise bis zu 120 Hunden u.a. in einer für Hundehaltung völlig ungeeigneten ehemaligen Reithalle kritisiert.
Nach über einem halben Jahr wurden die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Anfang Mai 2006 abgeschlossen: das Verfahren wurde gegen Zahlung einer erheblichen Geldbuße eingestellt. Der Vorwurf untragbarer, im Einzelfalle offen tierquälerischer Zustände in der ehemaligen Reithalle fand sich dabei bestätigt (siehe folgenden Artikel der Schwäbischen Zeitung vom 04.05.2006). Offenkundig wurde zudem, dass Frau Rohn ihren Hof ohne Betriebsgenehmigung geführt und eine korrekte Trennung zwischen betrieblichen und privaten Einkünften nicht vorgenommen hatte (siehe Verlautbarung der Staatsanwaltschaft vom 03.05.2006).
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Laut Zeugenaussagen sei ein Berberaffe über Monate hinweg in einem Vogelkäfig eingesperrt gewesen (rechts im Bild eine leitende Mitarbeiterin des Gnadenhofes)
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Schwäbische Zeitung vom 04.05.2006
Einzelne Tiere "litten erheblich"
von Redakteur Stefan Hilser
AMTZELL - Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen die Leiterin des "Gnadenhofs" in Amtzell nach Zahlung einer Geldbuße eingestellt. Tadellos sei der Betrieb dennoch nicht: Vereinzelt hätten die Tiere "erheblich gelitten". Was die Untreuevorwürfe betrifft, sei "kein erheblicher Schaden" entstanden.
Nach monatelangen Ermittlungen machte die Staatsanwaltschaft Ravensburg den Aktendeckel "Gnadenhof" zu. Gegen die Leiterin, Christiane Rohn, verhängte die Ermittlungsbehörde ein Bußgeld in vierstelliger Höhe, die sie zugunsten gemeinnütziger Einrichtungen bezahlen muss. Von einer öffentlichen Klage könne abgesehen werden, teilte die Staatsanwaltschaft gestern mit. Die Beschuldigte und ihr Verteidiger hätten diesem Verfahren zugestimmt.
Noch im September habe das Veterinäramt dem Gnadenhof bescheinigt, ein "vorbildliches Projekt in einer tadellosen Einrichtung" zu sein. Diesen Eindruck, so die Staatsanwaltschaft in ihrer Pressemitteilung, könnten die Ermittler "nicht bestätigen". Vielmehr hätten die Untersuchungen ergeben, "dass Tierhaltung und Tierpflege im Gnadenhof durchaus Anlass für Beanstandungen gaben". Insbesondere müsse die Unterbringung der Hunde "grundlegend umgestaltet" werden.
Viel zu kleine Zwinger
Den Ermittlern hatten sich offenbar beim Blick in eine ehemalige Reithalle, in der bis zu 70 Hunde in Zwingern gehalten wurden, untragbare Zustände geboten. "Die Hunde haben vereinzelt erheblich gelitten", sagte auf Nachfrage die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft, Christine Weiss. Die Hunde seien in zu kleinen Zwingern untergebracht gewesen. Ein Hund habe eine geschwächte Muskulatur aufgewiesen, außerdem ein beschädigtes Gebiss, was darauf hindeute, dass sich der Hund in den Gitterstäben "verbissen" habe. Eine Halteform, die den Tieren "erhebliches Leid" zufügt, sei als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, beziehungsweise als eine Straftat zu werten. Solche Fälle habe es auf dem Gnadenhof gegeben. In der Gesamtschau der Ermittlungen könne es die Behörde aber verantworten, gegen die Zahlung einer Geldbuße von einer Klage abzusehen.
Was die Untreuevorwürfe betrifft, geht die Staatsanwaltschaft nicht mehr davon aus, dass dem Verein "Gnadenhof - Lebenswürde für Tiere" ein Schaden entstanden ist. Der Betreiberin des Gnadenhofs könne nur vorgeworfen werden, dass sie Privat- und Vereinsvermögen nicht immer strikt getrennt habe. Mittlerweile sei aber ein Steuerberater beauftragt. "Insoweit ist nunmehr eine korrekte Buchführung gewährleistet".
Zugunsten der Beschuldigten wertete die Staatsanwaltschaft laut ihrer Pressemitteilung, "dass seitens der Behörden ihre Einrichtung im Wesentlichen nicht beanstandet wurde und ihr daher die Missstände nicht deutlich genug vor Augen geführt wurden".
Diesen Vorwurf weist der Leiter des Veterinäramts Ravensburg, Dr. Johann Hartmann, zurück. Die Behörden, darunter auch das Regierungspräsidium und das Landwirtschaftsministerium, hätten nicht in alle Bereiche des Hofs Zutritt gehabt. Es habe auch Bereiche in Privaträumen gegeben, in die das Veterinäramt nicht habe treten dürfen. Auch, was die Bewertung vom September betrifft, wonach der Gnadenhof ein "vorbildliches Projekt" sei, habe das Veterinäramt nur nach einer "Momentaufnahme" entscheiden können. Das Veterinäramt habe eben nicht wie die Staatsanwaltschaft die Möglichkeit der Zeugenbefragung, woraus sich möglicherweise erst ein anderes Bild ergeben hat.
Prominente Unterstützer
Nachdem die Vorwürfe gegen Rohn laut geworden waren, hat sich ein Unterstützerkreis gebildet, dem sich auch lokale Prominenz anschloss. Sie forderten ein rasches Ende der Ermittlungen, damit dem Gnadenhof ein Imageschaden, der sich negativ auf den Spendenfluss auswirkt, erspart bliebe.
Quelle: www.szon.de/lokales/ravensburg/region/200605040453.html
Die offizielle Verlautbarung der Justizbehörden Ravensburg vom 03.05.2006 zur Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Ch.Rohn liest sich wie folgt:
"GNADENHOF" ERMITTLUNGEN EINGESTELLT
Nach Abschluss der umfangreichen Ermittlungen gegen die verantwortliche Leiterin des „Gnadenhofs“ bei Amtzell wegen des Verdachts eines Vergehens gegen das Tierschutzgesetz und der Untreue, hat die StA Ravensburg das Verfahren nach Zahlung einer Geldauflage zugunsten verschiedener gemeinnütziger Einrichtungen eingestellt. Das gab die Staatsanwaltschaft Ravensburg am Mittwochnachmittag bekannt.
Nach der im September letzten Jahres erfolgten Durchsuchung des gesamten Anwesens der Beschuldigten wurden in der Folgezeit von dem bei der Polizeidirektion Ravensburg zuständigen Sachbearbeiter, teilweise zusammen mit dem Dezernenten der Staatsanwaltschaft Ravensburg, zahlreiche Zeugen vernommen und die bei der Durchsuchung sichergestellten Unterlagen ausgewertet. Den nach der Durchsuchung zunächst möglicherweise zu Tage getretenen augenscheinlichen Eindruck und die im Bericht des Veterinäramtes danach vorgenommene Bewertung als vorbildliches Projekt in einer tadellosen Einrichtung haben die Ermittlungen nicht bestätigt.
Vielmehr haben die Ermittlungen ergeben, dass Tierhaltung und Tierpflege im Gnadenhof, wo zeitweise etwa 300 Tiere verschiedener Art untergebracht waren, durchaus Anlass für Beanstandungen gab. Dies gilt insbesondere für die Unterbringung der Hunde in einer ehemaligen Reithalle, in welcher bis zu 70 Hunde in Zwingern gehalten werden, die den Anforderungen der Tierschutzhundeverordnung nicht entsprechen und daher einer grundlegenden Umgestaltung bedürfen. Bereits vor dem Umzug der von der Beschuldigten betriebenen Einrichtung von Lempen bei Bodnegg in die Gebäude des Argenhofs bei Amtzell ergaben sich in dieser Hinsicht aufgrund der Ermittlungen konkrete Hinweise, dass die Tierhaltung nicht nur gegen die Tierschutzverordnung sondern auch das Tierschutzgesetz verstieß. Eine Betriebserlaubnis für diesen Betrieb lag im übrigen zu keinem Zeitpunkt vor. Eine Vielzahl der insgesamt festgestellten Verstöße sind rechtlich als Ordnungswidrigkeiten zu bewerten, die wegen Verjährung nicht mehr verfolgt werden können.
Bei einer Gesamtwürdigung des Ermittlungsergebnisses mussten, insbesondere soweit es sich um strafbare Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und mögliche Untreuehandlungen handelte, mehrere Aspekte berücksichtigt werden. Die zum Teil sehr widersprüchlichen Zeugenaussagen erforderten hinsichtlich ihrer jeweiligen Glaubwürdigkeit besondere Zurückhaltung.
Die in der Öffentlichkeit und im Internet erhobenen gegenseitigen Vorwürfe und Verdächtigungen der Sympathisanten und Gegner der Beschuldigten lassen sich teilweise gar nicht, teilweise nicht mit der erforderlichen, gerichtsverwertbaren Sicherheit beweisen.
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Zugunsten der Beschuldigten war zu berücksichtigen, dass seitens der Behörden ihre Einrichtung im wesentlichen nicht beanstandet wurde und ihr daher die Missstände nicht deutlich genug vor Augen geführt wurden. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Ermittlungsergebnisse, die der zuständigen Behörde nunmehr durch Vorlage der Akten bekannt gemacht werden, Anlass geben werden, im Falle einer Betriebserlaubniserteilung durch entsprechende Auflagen die Einhaltung der einschlägigen Bestimmungen mit einer strengen und effektiven Überwachung zu gewährleisten.
Hinsichtlich des Untreuevorwurfs ergaben die Ermittlungen, dass die Beschuldigte bei der Abrechnung und Trennung ihrer betrieblichen und ihrer privaten Einkünfte, insbesondere in kaufmännischer Hinsicht überfordert war. Insoweit ist nunmehr eine korrekte Buchführung gewährleistet. Ein erheblicher Schaden zum Nachteil des Vereins „Gnadenhof – Lebenswürde für Tiere“ ist nicht entstanden.
Im Ergebnis konnte deshalb nach Zahlung einer Geldbuße in vierstelliger Höhe zugunsten verschiedener gemeinnütziger Einrichtungen von der Erhebung einer öffentlichen Klage abgesehen werden. Die Beschuldigte, ihr Verteidiger und das zuständige Amtsgericht Wangen haben dieser Verfahrensweise zugestimmt.
Quelle: Justizbehörden Ravensburg vom 03.05.2006 (siehe linker Kasten) |
Biegitheimer Zeitung vom 04.05.2006
TIERSCHUTZ / VERFAHREN GEGEN GELDAUFLAGE EINGESTELLT
Schutzvorschriften auf Gnadenhof nicht beachtet
Das Verfahren gegen die Leiterin des Amtzeller "Gnadenhofs" wurde gegen eine Geldauflage eingestellt. Bei der Haltung und Pflege der bis zu 300 Tiere auf dem Hof sei zum Teil gegen Tierschutzverordnung und das Tierschutzgesetz verstoßen worden, teilte die Staatsanwaltschaft Ravensburg mit. Gegen Zahlung einer vierstelligen Geldsumme an verschiedene gemeinnützige Einrichtungen werde davon abgesehen, öffentlich Klage gegen die Gnadenhofchefin zu erheben. Die Beschuldigte und ihr Anwalt hätten dem zugestimmt.
Die Leiterin des Gnadenhofs war 2004 noch mit dem Tierschutzsonderpreis "Mensch und Tier" geehrt worden. Vor allem Spenden finanzieren den Betrieb des Tierasyls. Hunde seien in einer alten Reithalle in Zwingern untergebracht worden, die den Anforderungen nicht entsprechen, eine Betriebserlaubnis habe nicht vorgelegen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Viele der festgestellten Verstöße seien als Ordnungswidrigkeiten zu bewerten, die inzwischen verjährt seien.
Quelle: www.bietigheimerzeitung.de/html/news/artikel_suedwestumschau.php4?artikel=75744
siehe auch: Tierrechts Aktion Nord
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Dieser Herdenschutzhund namens Bagheera, der auf dem "Gnadenhof" der Frau Rohn lebt(e), biss sich in seiner Verzweiflung die Zähne an den Gitterstäben seines dortigen Käfigs ab. (Photo M.W.)
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Der ehemalige Tierpflege-Mitarbeiter Ewald Harmeling schreibt am 09.05.2006
Eigentlich habe ich mich in Sachen „Gnadenhof Rohn“ zurückhalten wollen, doch ich habe die aktuelle Website des Gnadenhofs angeschaut - und was ich dort zu lesen und zu sehen bekam, hat mich so empört, dass ich einfach nicht mehr schweigen kann (gemeint ist ein Eintrag unter <Aktuelles> vom 04.05.2006: "Das Ermittlungsverfahren gegen Christiane Rohn wurde eingestellt. Nach Lage der Akten haben sich, erwartungsgemäß, keine Anhaltspunkte für die Erhebung einer Anklage ergeben. Der Vorgang wird allerdings für die Anzeigenerstatter und weitere Personen ein juristisches Nachspiel haben. (...) Die finanzielle Schieflage des Gnadenhofes rührt hauptsächlich von der, seitens der Anzeigenerstatter und zu diesen gehörenden Gnadenhofgegnern, angezettelten Rufmordkampagne, welche durch haarsträubende Mutmaßungen und Beschuldigungen den guten Ruf dieses Tierschutzprojektes stark beschädigt haben. Diese haben nicht nur davor zurück geschreckt, sämtliche Presseorgane mit Rufschädigenden und verleumderischen Rundbriefen zu überschütten, sondern auch Christiane Rohn durch massive Drohungen, unter anderem den Hof anzuzünden, einzuschüchtern und zu schädigen. (...)
Die Staatsanwaltschaft hatte offenbar Probleme, die spezielle, einzigartige Einrichtung Christiane Rohns in das Tierschutzgesetz und die dazugehörenden Verordnungen, einzuordnen. (...) Hat die Staatsanwaltschaft eine gewisse Rechtfertigung für ihren Ermittlungseifer und für die von ihr verursachten erheblichen Kosten des Ermittlungsverfahrens gesucht, die letztlich der Steuerzahler zu tragen hat?" www.der-gnadenhof.de/Aktuelles/aktuelles.html)
Ich war voller Begeisterung für das Gnadenhof-Projekt von Christiane Rohn und hatte vor, dort mitzuarbeiten und dafür meine Anstellung in einem Tierheim aufzugeben.
Am 10. Juli 2005 kam ich auf dem Argenhof an, zunächst für ein Praktikum. Beim Empfang wurde mir ziemlich als erstes das Betreten der Hundehalle strengstens untersagt. Erst jetzt weiß ich, warum …
Für die Kontaktnahme mit Christiane brauchte man eine „Audienz“.
Vom ersten Tag an habe ich auf dem Argenhof keine praktische Organisation gesehen oder erlebt. In den ersten Tagen war ich mit den für Praktikanten üblichen Arbeiten beschäftigt: „Gemüse für die Schweine; Reinigungs- und Fütterungsarbeiten bei Ziegen, Eseln, Lamas, Kamel, Dromedar und Geflügel.“
Ich hatte mich von Anfang an als Handwerker angeboten mit der Option, etwas über Hundetraining bzw. -therapie von Frau Rohn zu lernen. Gesagt, getan, ich hatte sehr schnell ein gutes Verhältnis zu den Mitarbeitern, und so haben wir schon am Anfang recht viel geschafft. Die meiste Zeit verbrachte ich mit Pierre, einem sehr lieben Kerl, dann hatte ich noch viel mit Franzi, Eva, Jenny, Peter, Andi und Anton zu tun, die sich hauptsächlich um die Großtiere gekümmert haben.
Pierre war für die Reparaturen und Instandhaltung zuständig; daher habe ich schon nach kurzer Zeit mit ihm zusammen gearbeitet. Wir sollten einen Trainingsplatz für Rettungshunde gestalten. Die Materialien bestanden aus billigen Kinderspielgeräten (z.B. Rutsche, Kletterturm etc.). Für Kinder waren diese Geräte laut Christiane Rohn verboten (wohl wegen des mit ihnen verbundenen Sicherheitsrisikos aufgrund der billigen und instabilen Verarbeitung). Ich vermute, dass dieser Hundeplatz bis heute nicht weiter bzw. fertig gebaut wurde.
Der ganze Maschinenbereich, sofern es ihn überhaupt gab bzw. man hier überhaupt einen „Bereich“ definieren konnte, war ungeordnet. Der Durchgang zur Werkstatt führte durch die Futterküche, die aus einem schmalen Gang bestand - das alles war sehr, sehr umständlich.
Es gab, wie schon gesagt und man kann es nicht oft genug betonen, keinerlei Organisation. Früher oder später lernt jeder, der etwas länger dort „lebt“ und vor allen Dingen arbeitet, Regina S. kennen.
Was mich von Anfang an gewundert hat, war die Tatsache, dass niemand von den Leuten die Organisation oder Leitung übernahm. Und was mich wundert bzw. auch sehr bedenklich stimmt, ist, dass der Hof laut der Gnadenhof-Website von Ehrenamtlichen geführt wird. Bis auf Kinder, vermutlich aus der Nachbarschaft, sind die Herrschaften Rohn, nebst „Offizier“ Schuhmacher und last but not least Regina S. Hofführung und Ehrenamtliche in Personalunion.
Regina S. hat mir gegenüber in Anwesenheit einer weiteren Person geäußert, dass sie Drogen konsumiere und sich mit der Einfuhr von Drogen auskenne. Sie umschrieb ihr Leben so, dass es aus Reisen und aus Feiern bestehe und dass sowohl auf Reisen als auch auf dem Hof das Rauschgift einfach mit dazu gehöre. Und von Christiane habe ich bei der einzigen Hunde-Trainingsstunde, die mir in der ganzen Zeit meines Aufenthalts (rund zwei Monate) von ihr gewährt wurde, erfahren, dass man Rauschgiftpakete nur mit Gummihandschuhen anfassen darf.
Wie könnte ich den Hof schlechter machen, als er ist? Ein Hof in dieser Größe, ganz besonders aber ein Gnadenhof, benötigt unbedingt gut ausgebildetes Personal. Laut Regina S. waren gelernte Tierpfleger aber nicht erwünscht. Vor allem aber wäre für den Tierbestand (Großtiere und Kleintiere), dreimal soviel Platz wie der tatsächlich vorhandene vonnöten. Oder man müsste den Tierbestand erheblich reduzieren.
Zu den morgendlichen Rapporten kam immer eine müde erscheinende Christiane. Im Nachhinein empfinde ich ihre Maßregelungen gegenüber den Mitarbeitern als wahllos und unbegründet. Die meisten Mitarbeiter, die ich erwähnt habe, waren noch nicht länger als 6 Monate auf dem Hof.
Für mich ist der Argenhof kein Gnadenhof, sondern ein Hof voller Intrigen und Lügen, die von Christiane Rohn und Regina S. ausgehen. Am Anfang war ich (damals noch mit rosaroter Brille) laut Christiane „der beste Mann auf dem Platz“, zum Schluss meiner Zeit auf dem Hof wurde ich als „kaufgeil“ bezeichnet. Dies geschah wohl u. a. wegen des Schweinespielplatzes, der von mir konzipiert und gebaut wurde. Nur ein paar Stangen waren vorhanden gewesen, und die Teile, die ich zukaufen musste, haben mir offenbar das Attribut „kaufgeil“ eingebracht.
Wir, die Handwerker, hätten im Eingangsbereich ein Infohaus bauen wollen und können sowie vernünftige Unterstände für die Tiere in den Außenanlagen, für die Ziegen, Lamas, Kamel und Dromedar - denn die vorhandenen Unterstände sind einfach miserabel und völlig unzureichend. Die Bauteile für einen kompletten Guanako-Unterstand lagen einfach auf dem Gelände herum, im Freien, im Regen. Nichts geschah damit.
Eine matschige ehemalige Wiese wurde als „Matschkoppel“ bezeichnet und den Hofbesuchern als „Huftherapie“ für Pferde verkauft; doch das Gegenteil ist der Fall: erhebliche Krankheiten an den Hufen können die Folge sein.
Schafe, ca. 20 Stück, waren tage- bzw. wochenlang in einer Pferdebox eingepfercht; angeblich standen sie zur Vermittlung bereit. Mit rosaroter Brille akzeptiert man solch einen Zustand offenbar als „Übergangslösung“.
Laut einer Pressemitteilung hatte das zuständige Veterinäramt angeblich nichts zu beanstanden. Alle Tiere seien gut versorgt gewesen. Wie bitte!!??
Butcher, ein Schäferhund, wurde von mir, zusammen mit einer anderen Person, auf den Hof gebracht. Eine Rückfrage seitens unseres Tierheims ergab, Butcher würde bereits bei Christiane auf dem Sofa sitzen. Von einer ehemaligen Verwaltungsangestellten erfuhr ich später, dies sei eine übliche Standardantwort auf Rückfragen. Vorgeschichte: Bei dem Versuch, diesen ausgesetzten und angebundenen Hund Butcher loszumachen, hatte er ohne Vorwarnung zugebissen und mich schwer am Arm verletzt. Fachleute wie Martin Rütter oder die Assistentin von Günther Bloch, Frau Sommerfeld, hatten die Arbeit mit dem Hund abgelehnt. Der Hund lebte 4 Monate lang in „unserem“ Tierheim; er wurde täglich bewegt, zuletzt jedoch nur noch mit einer Führstange. In den zwei Monaten, die ich auf dem Argenhof zubrachte, wurde Butcher nicht ein einziges Mal aus seinem kleinen Außenzwinger herausgeführt: Bewegung also gleich Null.
Es waren immer die gleichen, wenigen Hunde von insgesamt wohl über 100, die täglich ausgeführt wurden - gerade mal zwischen schätzungsweise10 bis 15 Minuten, höchstens aber einer halben Stunde, wenn es um ehrenamtliche Mitarbeiter ging. Es waren ja auch nur rund 5 Leute, die mit den Hunden spazieren gingen. Gassigänger, wie in Tierheimen üblich, gab es nicht. Die meisten Hunde aus der Halle kamen praktisch nicht heraus. Auch in die vorhandenen zwei Freiläufe (Höhlenwelt und Sandplatz) kamen immer die gleichen Hunde, einzeln oder zu zweit, selten mal zu dritt und höchstens für 1 Stunde. Den größten Teil des Tages standen die Freiläufe leer.
Eine Anmerkung zur Futterküche für die Hunde: dies ist ein Schmuddelbereich, unhygienisch und von Fliegen übersät. Dies als solches habe ich jedoch weniger schlimm gefunden als die Tatsache, dass jegliche Bemühungen zur Besserung der Situation fehlten. Dies gilt im übrigen für praktisch alle Gnadenhof-Bereiche. Alles ist provisorisch, unfertig, beziehungslos gehandhabt. An Verbesserungsvorschlägen mangelte es nicht, aber sie werden bestenfalls angehört, jedoch nicht umgesetzt. Nach meinen Beobachtungen liegt es nicht an den Mitteln, sondern am Willen.
Am Anfang habe ich gemeint, konstruktive Kritik sei willkommen. Das entspricht jedoch nicht der Realität.
Das Wollschwein ist in einem viel zu kleinen Verschlag untergebracht. Im Gegensatz zu dem, was das Kreisveterinäramt sagt, habe ich in der Schule für Tierpflege gelernt, dass bei der Haltung von Haus- und Nutztieren die Gehege möglichst großzügig angelegt sein sollten. Insbesondere bei einem Gnadenhof müssten die Gehege- und Zwingerflächen deutlich größer sein, als es die Mindestanforderungen des Tierschutzgesetzes vorschreiben. Dieses ist auf dem Argenhof meiner Meinung nach bei keinem einzigen der Tiere gegeben, oft sind nicht einmal die Mindestanforderungen erfüllt.
Für die Huftiere und Wiederkäuer gab es schlechtes Silofutter. Wer sagt, dass alles getan wird, damit es den Tieren gut geht, hat Recht - aber nur, wenn er damit die armen Pflegerinnen und Pfleger meint, die täglich mindestens 10 Stunden, und häufig auch länger, schuften, mit alten Karren und schlechtem Werkzeug.
Die Verantwortlichen, wer immer sie auch seien, Christiane Rohn, Regina S., Klaus Schuhmacher etc. haben für mich mit Tierschutz aber auch gar nichts zu tun. Wer den Argenhof als Gnadenhof bezeichnet, hat keine Ahnung.
Angeblich wird ein neues Hundehaus geplant. Ich frage mich, wie lange schon. Außerdem würde dann noch mehr Auslaufwiese für die Horn- und Huftiere fehlen. Denn mir fiel auf, dass sich Esel, Ponys, Fohlen und Pferde schon jetzt nur zwei, drei im Verhältnis mickrige Wiesenflächen teilen müssen. Das ist viel zu wenig. Nicht nur die Hunde, sondern auch diese Großtiere haben keinen artgerechten Freilauf.
In meinen letzten Tagen auf dem Hof habe ich von Azita, einer Mitarbeiterin aus der Verwaltung, viele Internas über den Hof erfahren. Unter anderem sagte sie mir, dass sie eine Falschaussage gegen Marianne W. gemacht habe, weil sie dazu gedrängt worden sei.
Weiterhin sagte sie mir, dass die so gnädige Christiane ihre privaten Hunde über Nacht in Transportboxen halte. Weiterhin würde Christiane die Mitarbeiterin Sylvia A. mies behandeln, und dies würde wiederum in launischem Verhalten von Sylvia A. (die übrigens auch mit Führungsfunktionen betraut ist) gegenüber dem Personal resultieren.
An meinem Abreisetag haben vier Leute gleichzeitig gekündigt - mit mir, der ich mich ja auch beworben hatte, und einer neuen Bewerberin für die Verwaltung waren es sogar sechs Leute. In der Verwaltung gab es zu diesem Zeitpunkt niemanden mehr.
Mir fallen zum Glück noch die Wolfshunde ein. Die kommen samstags für die Zeitdauer der Führung in den Auslauf, in die sogenannte Höhlenwelt. Ansonsten verbringen sie ihr tristes Leben in einem für diese hochsozialen Tiere viel zu kleinen Zwinger. Übrigens: Wenn Führungen oder „wichtige Besuche“ stattfinden, werden alle Mitarbeiter angehalten, präsent zu sein und sich im Umgang mit den Tieren in Szene zu setzen. Wahrlich, ein tolles Schauspiel.
Da wäre noch der Berberaffe, dessen Heimat das Gebirge ist und nicht ein einzelner Nadelbaum in einem ärmlichen, kaum strukturierten Gehege. Affen leben in Gruppen und nicht isoliert. Das Gleiche gilt für die Blaustern-Amazone in der Bildergalerie. Gerade Regina S., die ja mit Brasilien vertraut ist, sollte wissen, dass Papageien in Schwärmen leben und nicht einzeln in einem handelsüblichen, viel zu kleinen Vogelkäfig, wie dies auf dem Argenhof der Fall ist. Frage: Warum fängt ein Mensch an, Tiere zu horten und einzupferchen?
Am Anfang meines Aufenthaltes hätte ich alles getan, um die „Idee“ von Christiane Rohn, ihr Projekt, zu unterstützen. Heute versuche ich, so gut es geht, die Machenschaften auf diesem Hof aufzudecken.
Ich kenne Marianne W., die so arg verleumdet wird, und ihren Mann nicht persönlich. Doch ohne dass wir uns jemals gesehen haben: Als wir zu einem Zeitpunkt, zu dem ich schon längst nicht mehr auf dem Hof war, unsere Erfahrungen über den Gnadenhof und die Gnadenhöfler miteinander am Telefon austauschen konnten, waren die meinen und die ihren praktisch identisch - für uns beide ein großes Gefühl der Befreiung, jemanden gefunden zu haben, der auch „hinter die Kulissen“ geschaut und alles ziemlich gleich erlebt und empfunden hatte. Marianne liegt das Wohl der Tiere (Tierschutz ist heute leider ein Schlagwort mit oft ungutem Beigeschmack) genauso am Herzen wie mir. Aber gerade das Wohl der Tiere ist den Verantwortlichen auf dem Argenhof augenscheinlich völlig egal. Anders kann der Zustand des Hofes und der Tiere nicht erklärt werden.
Ich habe lange gebraucht, diese Zeilen niederzuschreiben, denn ich habe keinen Computer. Ich wohne weit vom Gnadenhof entfernt und habe viel Abstand zu meinen Erlebnissen bekommen. Als ich jedoch am Sonntag, den 7. Mai 2006, die Internetseite des Argenhofs besuchte, kamen in mir sofort viele Erinnerungen hoch.
Und wenn ich an Christiane persönlich denke, kommt mir vor allem dieses in den Sinn: jemand, der den ganzen Tag lustlos herumsitzt und Kaffee trinkt, sich bei Besuchern und Ratsuchenden wichtig macht, vorgibt, viel zu arbeiten und nachts mit den Hunden zu laufen und zu malen. Mit einem Gnadenhof-Hund arbeiten oder einen Gnadenhof-Hund therapieren sehen, habe ich sie jedoch nie. Und wenn ich Sach- oder Fachfragen hatte, hatte weder sie noch ein anderer Verantwortlicher jemals Zeit.
Man darf diese Leute mit ihren Machenschaften nicht ungeschoren davonkommen lassen, ausdrücklich zum Wohl von Mensch und Tier.
Quelle: www.skandale-in-bayern.de/tierpfleger01.html
Das ehemalige Vorstandsmitglied des Trägervereins "Lebenswürde für Tiere" Hartmut Deckert schreibt am 19.07.2006
Das 4. Arge(n) Märchen ... Die so genannte "Halle"
Vorwort
Bei diesem Märchen ist die Phantasie der Leserschaft gefordert, denn es gibt zwar Bilder aus diesem "Hundegefängnis", aber die werde ich nicht veröffentlichen. Denn die so genannte "Haus- und Hofjustitiarin" des "Gnadenhofes Christiane Rohn" Edith S. verklagt alles und jeden, der diese Bilder irgendwo zeigt [auch rageandreason wurde mit Klage bedroht]. Und dazu hat sie reichlich Gründe, zeigen sie doch sehr genau, warum diese Halle in der Vergangenheit derart abgeschirmt wurde. [...]
Es war einmal:
Eines, oder das "dreckigste" Märchen überhaupt in dieser unrühmlichen Sammlung [an Märchen] ist das von der Hundehaltung in der ehemaligen Reithalle des Argenhofes. Was aber verbirgt sich hinter dieser Halle?
Für meine Generation der Hundehalter war bisher die "Harburger Halle" der Höhepunkt an Unwürdigkeit gegenüber Tieren.
Zur Erinnerung: diese Halle im Hamburger Stadtteil Harburg erregte im Jahr 2000/2001 internationale Aufmerksamkeit, als sich die Hamburger Behörden entschlossen, beschlagnahmte so genannte "Kampfhunde" dort einzusperren. Die Empörung der Tierhalter, zahlreiche Demonstrationen und Proteste veranlassten den Senat, diese Halle 2002/2003 wieder zu schließen. Dazu schrieb man mir aus Hamburg:
"... Die Harburger Halle wurde 2002/2003 dank der unendlichen Proteste und Mahnwachen der Tierschützer "dicht" gemacht!"
Um ganz deutlich rüberzubringen, um was es hier geht, es war diese Halle die bis dato asozialste Unterbringung von Hunden, die in der Bundesrepublik jemals statt gefunden hatte mit ausdrücklicher Genehmigung von Behörden. Etwas "gleichwertiges" hat es seither nie mehr gegeben. Bis bekannt wurde, was in der ehemaligen Reithalle auf dem Argenhof vor sich geht, der sich "Gnadenhof" nennt und von einem gemeinnützigen Verein getragen wird namens "Lebenswürde für Tiere". Und dessen Leiterin Christiane Rohn, die sich selber als "Hundeflüsterin" bezeichnet und bei einer Erfolgsquote von 100 % zahlreiche Hunde - angeblich Tausende - therapiert haben will, ist für diese "Tierquälerei" allein verantwortlich.
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Das 1. Bild:
Zu sehen ist darauf ein Zwinger der übelsten Art, weil eben viel zu klein, also 2 x 3 Meter groß und darin ein Hund, der nicht gerade in die Kamera schaut, als sei er restlos zufrieden mit seinem derzeitigen Leben, um es wohlwollend auszudrücken, ein armseliges Häufchen Elend eben.
Heike Steeb sieht das anders und schrieb im Forum der Seite "pro Gnadenhof Rohn" dazu:
"Und zu den Hunden in der Halle kann ich Dir auch eines sagen: Alle Tiere hatten es vorher sehr, sehr schlecht und wären ohne den Gnadenhof schon lange in den ewigen Jagdgründen. Aber Du kannst die Hunde ja gerne fragen gehen, ob sie lieber tot wären, oder auf dem Gnadenhof leben wollen. Ich weiß die Antwort bereits, denn die Tiere dort versuchen unter allen Umständen steinalt zu werden. So was aber auch!"
Schade, dass man nicht wirklich fragen kann, aber ich weiß, mit dem Leben in so einem Zwinger sind sie keineswegs zufrieden und es wäre besser, sie müssten so etwas nicht erleben. Dies merkt man übrigens am Verhalten einer ganzen Reihe von Hallenhunden und das wurde bereits in der Aussage von S. St. beschrieben (Leserbrief Nr. 53). Die Hunde sind entweder apathisch oder drehen ab. Das allerdings scheint H. Steeb nicht zu bemerken, oder es ist ihr egal.
Im übrigen stellt sich die Frage, woher weiß Heike Steeb, die anscheinend mit den Hunden spricht, dass diese es vorher "sehr, sehr schlecht (hatten) und wären ohne den Gnadenhof schon lange in den ewigen Jagdgründen"? Sicher von C. Rohn und deren "schönem Buch", indem diese Geschichten beschrieben wurden. Wie wahr die dann allerdings sind, kann man an dem "Arge(n) Märchen" von den Wölfen oder dem Affen oder den Hirtenhunden erkennen und den weiteren, die noch folgen. So als kleiner Hinweis, bisher hat keine dieser Geschichten gestimmt.
Immerhin aber scheint sie zu erkennen, dass diese Halle oder diese "Hölle" doch nicht das Wahre ist, denn sie schreibt - und das wird ein anderes Märchen und wieder ein gelogenes:
"Im übrigen ist das neue Hundehaus mit den verschieden Beschäftigungswelten im Freien schon lange geplant. Es fehlt nur noch das notwendige Geld. Vergiss bitte nicht, dass der Gnadenhof ausschließlich von Spenden und Christianes privaten Einkünften finanziert wird. Unter diesen Bedingungen ist das, was dort geleistet wird, höchst bemerkenswert und beispielhaft.
Aber wie wäre es, St., wenn Du Deine hervorragenden rhetorischen Fähigkeiten dazu nutzen würdest, um für das neue Hundehaus Spenden zu sammeln? … Wir wissen nämlich selber, dass die Hundehalle nicht so optimal ist.
Es gibt nichts Gutes, es sei denn man tut es! Mit freundlichen Grüßen Heike",
die sich sinnigerweise dort "Herzdame" nannte. Und auch "schön" ihr Satz:
"Ach eines, lieber Stephan habe ich noch vergessen: … Im übrigen finde ich es sehr primitiv, Einträge von Mitarbeitern des Gnadenhofs als " kindisch " zu bezeichnen. Nicht jeder ist rhetorisch geschult oder in der Lage, sich studiert auszudrücken. Deine Überheblichkeit und Arroganz stinkt mir doch ganz gewaltig. Wichtig ist allein die Botschaft, die rüberkommt. Und ich habe sie verstanden. Du anscheinend nicht.
Mit nochmals freundichen Grüßen Heike"
Den Rechtschreibfehler habe ich kommentarlos übernommen, denn er passt!
Kindisch sind diese Einträge nicht, aber verlogen, wenn es um die Halle geht. Und die Botschaft über die wahren Umstände in dieser "Kerkerhalle", kam bei einigen an, nicht aber bei Mitarbeitern des Hofes und auch nicht bei mit einer rosa Brille durch die Welt - oder besser Halle - laufenden Menschen vom Schlage einer Heike Steeb.
Links neben dem Hund ist eine mit Stroh ausgelegte Fläche zu sehen. Mittendrin ein Kothaufen. Dazu passen die folgenden Sätze, die aus einer Presserklärung stammen und aus Aussagen vor den Ermittlungsbehörden:
"... die Hunde praktisch keinen Freilauf haben und aus ihren elenden Zwingern nicht hinauskommen. Bei den von Chr. R. vor Zeugen bestätigten 110 bis 120 Hunden, die auf dem Hof leben, und 5 Angestellten, die für die Hunde zuständig sind, entfallen, selbst wenn alle Angestellten eine 7-Tage-Woche absolvieren würden, auf einen Hund pro Tag weniger als 30 Minuten. In dieser Zeit müssen der Zwinger gereinigt, das Fell gepflegt, gefüttert, getränkt, mit dem Hund gearbeitet und spazieren gegangen werden, schlichtweg eine Unmöglichkeit."
Eine ehemalige Mitarbeiterin:
"... weder ausreichend Auslauf, noch ausreichend Umgang mit Betreuungspersonen bei den meisten Hunden in der Halle. Die wenigsten Hunde haben täglich Auslauf. Alle Hunde haben in die Zwinger gemacht."
Das zweite Bild
Und das zeigt einen Mittelgang und rechts und links - nach vorne offen - die viel zu kleinen Zwinger.
Fängt man mit diesem Mittelgang an, hat der schon historische Dimensionen. Als nämlich Christiane Rohn ca. 2002 mit allen Tieren vom Lempenhof auf den Argenhof umzog, war die ehemalige Reithalle sozusagen eine "Allzweckwaffe". Die Halle mit ihrem Sandboden diente nämlich zuerst als "Unterkunft" für einige Pferde, für Lamas, für die Kuh, für die Gänse und für die damaligen Schafe. Aber es gab auch schon kurz nach dem Umzug darin den ersten Hundezwinger. Wer also sehen wollte, konnte sehen.
Jedem Tierhalter müsste eigentlich einleuchten, dass ein Sandboden aus hygienischen Gründen absolut ungeeignet für eine derartige Haltung ist, wenn darauf jahrelang erst die schon erwähnten Tiere und dann Hunde gehalten werden. Nie aber hat ein Mitarbeiter bestätigt, dass dieser Sandboden jemals ausgetauscht wurde. Ehemalige Mitarbeiter sagten dazu vor der Staatsanwaltschaft und der Polizei aus. Auszüge:
"Die Zwinger waren voll mit Spinnenweben ..."
"Nass wurde nie sauber gemacht ..."
"Die Wassernäpfe wurden zum Saubermachen auf das Sägemehl auf dem Boden geleert. Dadurch ist der Staub noch mehr hoch gekommen ..."
"Unter den Zwingern wurde niemals sauber gemacht."
Im Mittelgang ist eine Mitarbeiterin zu sehen, die sich redlich, aber reichlich erfolglos bemüht, sauber zu machen. Ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man bedenkt, dass die Hunde auf diesen Sandboden auch urinieren.
Das Allgäu ist nicht die Wüste Gobi und immer wenn es regnet, steht daher in der Halle Wasser. Dazu eine ehemalige Mitarbeiterin:
"Bei starkem Regen ist das Wasser in die Halle gelaufen ... (die Hunde, der Autor) standen dann immer im Wasser und Mitarbeiter mussten das raus schaufeln."
Oder ein anderer Auszug:
"In die Halle ist bei starkem Regen Wasser eingetreten. Oft mussten die Hundepfleger das Wasser raus schaufeln. Das Rudel hinten stand dann immer im Wasser."
Das dritte Bild
zeigt den reichlich getürkten Versuch, zu dokumentieren, dass in dieser "Hundehalle" eine Rudelhaltung statt gefunden haben soll. Die aber wird von allen ehemaligen Mitarbeitern bestritten. Wenn man überhaupt von Rudelhaltung sprechen kann, dann war die nur möglich bei einer begrenzten Anzahl von Hunden. Das hat zwei Gründe. Zum einen war und ist das eine Platz- und Zeitfrage und zum anderen sind eben nur wenige Hunde rudeltauglich.
Eine ehemalige Mitarbeiterin schreibt:
"... In der Halle gibt es nur die beiden Rudel im hinteren Teil. Alle anderen Hunde leben in ihren Zwingern. Einige der Hallenhunde und auch Hunde aus den Außenzwingern kamen in diesen Monaten niemals raus, … Die Mitarbeiter haben überhaupt nicht die Zeit, die Hunde im Wechsel in der Halle laufen zu lassen, geschweige denn, dass auch nur die Hälfte rudeltauglich ist. … Gearbeitet wurde mit den allerwenigsten Hunden aus der Halle."
Bei diesen hygienischen und klimatischen Verhältnissen hat der Sandboden in Bezug auf die Gesundheit der Tiere nur Nachteile und die müssen die Verantwortlichen kennen. Damit ist natürlich zuerst Christiane Rohn gemeint, aber auch ihr Lebensgefährte Klaus Sch., zumal der als Hundeführer der Polizei eigentlich das nötige Fachwissen haben muss.
Damit scheint es nicht weit her zu sein, denn Klaus Sch. tat die Hitze und das schlechte Klima laut einer ehemaligen Mitarbeiterin so ab:
"... (ich) habe Christiane darauf angesprochen, was man gegen die Hitze machen kann. Ventilatoren anbringen. Dazu müsste man den Boden austauschen ...
Klaus Schumacher hat bei der Vereinsversammlung gesagt, die Hunde leben schon seit zwei/drei Jahren in der Hitze, dann überleben sie es auch jetzt."
Gemeint ist mit diese Versammlung entweder die Mitgliederversammlung oder eine Vorstandssitzung aus 2005.
Bei der sommerlichen Hitze versuchten einige Hunde sich mit ihrem Trinkwasser abzukühlen. Eine Mitarbeiterin gibt bei der Staatsanwaltschaft an:
"... Viele Hunde hatten kein Wasser mehr. 'Das ist o.k., die plantschen immer drin rum, selber schuld.' das habe ich nie hinterfragt. Jetzt denke ich, im Sommer kein Wunder, bei der Hitze."
Ein anderer Auszug:
"Einige Hunde hatten im Sommer grundsätzlich leere Wasserschüsseln. Sie haben immer darin herum geplanscht oder die Schüssel umgeworfen und als ich nachgefragt habe hat es geheißen: Pech gehabt".
Noch mal zum Klima, es schreibt ein Mitarbeiter:
"Im Sommer sind die klimatischen Verhältnisse in der Halle derart schlecht, dass die Tiere apathisch am Boden liegen und kaum noch durchhalten.
Augenzeugen berichten: Menschen, die diese Halle in der Sommerhitze mit nacktem Oberkörper betreten, rinnt der Schweiß in Strömen am Körper hinab. Für Luftzug und Ventilation kann man in dieser Halle nicht sorgen, weil es aufgrund des dann aufgewirbelten Staubs (Sandboden, Spreu und Stroh) zu Atemwegserkrankungen der Hunde kommen würde. Zudem bleiben die Türen fest verschlossen, damit nur ja keine unbefugten Blicke ins Innere der Halle dringen und das gut gehütete Geheimnis der artgerechten Haltung, wie sie für den Rohnschen Gnadenhof typisch ist, entdecken können.
Im Winter ist es in eben dieser Halle bitter kalt, und mangels Beschäftigung und ausreichendem Freilauf können sich die Hunde auch nicht hinreichend aufwärmen. Etwaige Wärmelampen werden laut einer Tierpflegerin von den Hunden zerbissen (mangels anderer Beschäftigung) und die elektrischen Stecker aus den Dosen gezogen."
Wie schon beschrieben, sie sind absolut nicht artgerecht und in derartig "beschissenen" Minizwingern bringt heute kein verantwortungsvoller Tierschutzverein oder Hundehalter mehr Hunde unter.
Diese Zwinger sind unterteilt in einen abgeschotteten linken "Schlaf- oder Ruheteil" und den rechts liegenden "Auslauf", getrennt durch eine Wand mit einer Klappe. Aus diesen zwei Teilen ließ sich natürlich auch noch etwas machen, wenn mehr als ein Hund in so einem Zwinger saß. Das kam übrigens öfter vor. Eine Mitarbeiterin beschreibt das so:
"Einige Hunde in Zwingern wurden ununterbrochen auseinander gesperrt, indem die Klappen runter gelassen wurden und ihnen so nur die Hälfte des Zwingers zur Verfügung stand."
Nach der offiziellen Version des "Gnadenloshofes" waren die Zwinger im Winter beheizt und alle Hunde hatten ausreichend Platz. Das stimmt einfach nicht, denn Mitarbeiter bestätigten, dass die Rotlichtlampen selten funktionierten. Ein ehemaliger Mitarbeiter schreibt im übrigen dazu:
"Es war eine kalte Atmosphäre. Keine Decken, kein Spielzeug. Die Rotlichtlampen haben alle nicht funktioniert. Die wurden erst ausgetauscht, nachdem das Veterinär - Amt in die Halle gegangen ist."
Diese Zwinger sind laut Tierschutzgesetz auch in anderer Hinsicht nicht zulässig. So ist bei einer Zwingerhaltung vorgeschrieben, ein Hund muss Sicht ins Freie haben. Geht nicht, denn die Halle hat - wie bei Reithallen Vorschrift - nur Oberfenster. Wenn also Hunde sehr oft überhaupt nicht raus kamen, ist das ein weiterer Verstoß. Es sei denn, die Hunde gehören zur seltenen Rasse der "Giraffenhunde".
Ein weiters Problem bei dieser unhygienischen Zwingerhaltung waren "braune Flecken", die einige Hunde bekamen. Christiane Rohn tat diese als Flecken von Grasmilben ab und eine tierärztliche Untersuchung fand lt. Mitarbeitern nicht, oder nur selten statt. so schreibt eine "Ehemalige".
"...- Fibi hat lange im Hänger im Hof gelebt. Nach einigen Wochen ist sie in die Halle gekommen. Kurze Zeit später hatte auch sie solche braunen Flecken, C.R. hat das als Grasmilben erklärt. Als die Sprache darauf kam, haben Sylvia A. und Marion G. noch andere Tiere erwähnt, die solche Flecken haben."
Fibi ist übrigens eine Hütehündin, die entweder nur noch eine sehr geringe Restsehschärfe hat, oder blind ist und die immer wieder für irgendeine Mitleidstour benützt wird.
Noch ein Satz zur Anordnung der Zwinger. Sie sind in vier, einander jeweils gegenüberliegenden Reihen so angeordnet, dass sich die Hunde direkt fixieren können. Zwischen den beiden Reihen gibt es dann jeweils den schon erwähnten Mittelgang und in dem soll dann die angebliche Rudelhaltung satt finden.
Man stelle sich diesen "Blödsinn" mal vor, im Mittelgang laufen Hunde frei, in den Zwingern sitzen die anderen auf engstem Raume eingesperrt und alle Hunde toben. So sieht also eine artgerechte Hundehaltung aus. Bravo!
Daher war für Besucher die Halle absolut tabu, eine Mitarbeiterin schrieb dazu:
"... Während Führungen gab es die Anweisung, dass jeder Angestellte mit Hunden laufen muss, dass die "Wölfe" ins Gehege kommen und dass die Ausläufe besetzt sein müssen. Außerdem darf die Halle in dieser Zeit nicht betreten werden. Auch während den Seminaren gab es gesonderte Anweisungen. Christiane Rohn verlangte wörtlich, man müsse den Menschen eine heile Welt präsentieren."
Die Behörden
Und bei denen dreht es sich hauptsächlich um das Veterinär Amt Ravensburg. Dieses führte lt. Klaus Sch. im Laufe der Jahre über 10 Kontrollen durch und die seien zur Zufriedenheit der Behörde ausgefallen.
Noch mal zur Erinnerung die Verhältnisse in der Halle: keine Frischluftversorgung, nicht alle und zu kleinen Zwinger haben eine Hundehütte, zudem keine Wärmeabdeckung oder Kälteisolierung. Die Hunde haben keine Sicht nach draußen ins Freie.
Klaus Sch. behauptete immer, die Kontrollen hätten sich auf die gesamte Tierhaltung erstreckt. Mitarbeiter aber berichten etwas anderes.
Anfang Mai 2005 kam das Veterinäramt zu einer Kontrolle. Ihnen wurde der Zutritt zur Halle mit der Begründung "freie Hundehaltung und Übersprungshandlungen von Hunden bei fremden Menschen" verwehrt.
Übrigens wurde von der vorgesetzten Behörde des Veterinäramtes im Zusammenhang mit einer Diensaufsichtsbeschwerde bestätigt, dass der zuständige Abteilungsleiter und seine Mitarbeiter weder die Halle noch die "privaten Räume" von Christiane Rohn betreten durften.
Damit sich die Veterinäre aber ein Bild von den natürlich auch "gefährlichen Hunden" machen konnten, erfolgte das Angebot, man könne Mitarbeiter mit einer Kamera in die Halle schicken und das wurde auch angenommen. Ein Mitarbeiter beschreibt diese Posse so:
"Von Sylvia A. kam die Anweisung, dass Sebastian Sch. das Rudel hinten in der Halle filmen soll, … Man dürfte den Boden nicht erkennen. Weiter wurde in der Halle gefilmt mit der Anweisung, dass die Gitter und kompletten Zwinger nicht erkennbar sein dürfen. Nach der Untersuchung vom Veterinäramt erzählte … Christiane, dass sie sieben Hunde aus der Halle in ihrer Privatwohnung versteckt hat."
Einige Zeit später fand eine erneute Kontrolle statt durch eine Veterinärin. Christiane Rohn hat auch mir gegenüber behauptet, mit dieser befreundet zu sein.
Angeblich schrieben Mitarbeiter des Veterinäramtes einige Tage nach der Untersuchung an Christiane Rohn, sie solle sich nicht unterkriegen lassen, denn sie stünden an ihrer Seite. Dasselbe Amt wollte eine Auflistung aller Kampfhunde. Der Tierpfleger Sebastian Sch. erstellte eine Liste mit allen Hunden. Einige wurden von Rohn gestrichen, wahrscheinlich die sieben, die sie am Tag der Untersuchung durch das Veterinär Amt versteckt hat. Die Liste wurde ohne Überprüfung angenommen.
Unterdessen versucht wohl die Stadt Wangen, bzw. das Ordnungs- und Sozialamt der Stadt, Licht in den Hundebestand des Arge(n) Hofes zu bringen.
Bliebe nachzumerken, dass besagter Dr. H. gegenüber Zeugen einmal behauptete, in der Halle befänden sich ca. 6 - 8 Hunde. Auf einen Brief von mir, in dem ich ihm auch zu der Halle Fragen stellte, habe ich nie eine Antwort bekommen. Er wird schon wissen, warum er sich derart bedeckt hält.
Wie viele Hunde in der Halle?
Fangen wir mal mit der Gesamtzahl an. Ein Mitarbeiter schreibt:
"... Anzahl der Tiere … hat Christiane mich gefragt, wie viele Hunde wir haben. Ich habe 108 gesagt … Besuchern mussten wir immer eine zwischen 60 und 70 schwankende Zahl auf dem gesamten Hof nennen."
Und weiter:
"Von Mitte bis Ende 2005 waren 60 - 70 Hunde in der Halle. 20 - 25 Hunde draußen und 12 - 14 Hunde in Christianes Wohnung."
Eines dieser Hundeschicksale der Hallenhunde will ich hier wiedergeben. Dazu bekam ich die folgende Beschreibung:
"... Dumbo, ein Bernersennenhund im Außenzwinger (ist dann in die Halle gekommen) habe ich niemals draußen gesehen. Eine ältere Frau hat ihn zur Therapie auf den Hof gebracht, weil er nach ihrem Enkelkind geschnappt hat.
Sie hat sehr oft angerufen und Christiane hat sie in dem Glauben gelassen, dass sie mit ihm arbeitet und er sich bessert. Als die Frau wissen wollte, ob sie ihn wieder holen kann, hat Christiane zu ihr gesagt, dass sie das für keine gute Idee hält und sie besser einen neuen Hund holen soll. Christiane hat niemals etwas mit diesem Hund gearbeitet und an ihn hat sich keiner der Mitarbeiter getraut."
Die Mitarbeiter
Wohl der größere Teil der Mitarbeiter kannte die Zustände in dieser Hallen und sie alle schwiegen. Ein Teil aber bekam das Innere dieser "Tierquälerhalle" nicht zu sehen. So arbeitete eine Tierpflegerin aus dem Tierheim Stuttgart ab dem 3. Oktober 2005 auf dem "Gnadenloshof". Da auch das Tierheim Stuttgart einige Hunde auf den Hof verbracht hatte im Glauben, Christiane Rohn arbeite mit ihnen und dann seien sie besser zu vermitteln, sollte diese Mitarbeiterin die Hunde aus Stuttgart und vor allem ihre Unterbringung nicht sehen.
Eine Mitarbeiterin schreibt dazu:
"... (wegen dem) Hund Dieter hat Sylvia A. Christiane angesprochen, was mit ihm passieren soll, wenn Chris W. auf dem Hof anfängt. Ich habe erst später mitbekommen, dass Christiane längst behauptet hat, der Hund sei vermittelt. Ich habe diesen Hund bis Ende August in der Halle gesehen."
Zudem hat Christiane Rohn Anweisungen gegeben, dass einige Hunde nicht nach draußen dürfen, wenn Mitarbeiter aus dem Tierheim Stuttgart zu Besuch sind.
Warum das Ganze?
Dazu will ich noch mal zurück zu der "Harburger Halle". Nach den völlig überzogenen Hundeverordnungen einiger Bundesländer und deren Ausführungsbestimmungen - die einer ganzen Reihe von Hunden das Leben kostete - waren besonders die Vereine und Organisationen, die sich um die so genannten "Kampfhunde" kümmerten, froh, wenn sie schnell Hilfe bekamen auf der Suche nach Pflegeplätzen oder einer sicheren Unterbringung, entsprechend fließen dann Spenden.
Das scheint Christiane Rohn sehr schnell erkannt zu haben, denn ein beachtlicher Teil der "Hallenhunde" waren so genannte "Kampf- oder Listenhunde". Und nachdem sie von der "Hundeflüsterin" begutachtet wurden, natürlich auch überwiegend "gefährlich".
Auch die "Harburger Halle" war sozusagen "Lieferant" für mindestens 2 Hunde. Ein ehemaliges Vereins- und Beiratsmitglied schreibt dazu:
"Maggie und Bandit kamen im Jahre 2002 als junge, ca. 2-jährige Hunde … (zu) Christiane Rohn auf den Hof … da in Hamburg … kaum Vermittlungschancen bestanden!
Bandit lag im Mai/Juni 2005 tot im Zwinger, lt. Silvia A. von "innen von Milben zerfressen", da sie nicht zum Tierarzt durfte mit ihm! Bandit sieht man im Märchenbuch (Man nennt mich Hundeflüsterin, der Autor) auf der Seite 390, links oben! …Maggie wurde Anfang des Jahres 2006 ins TH Biberach plaziert! Einige TH - BC - Mitarbeiter stehen nach wie vor hinter Christiane Rohn! … Also saßen diese beiden Hunde 3 - 4 Jahre bei Christiane Rohn in ihrer Hundehalle!"
Außerdem waren und sind eine ganze Reihe von Tierheimen und -Vereinen daran interessiert gewesen, Hunde, die sie selber schlechter vermitteln konnten, auf dem "Gnadenloshof" unterzubringen und sie von dort zu vermitteln. Diejenigen Tierschutzvereine, die gemerkt haben, was und wem sie da aufgesessen sind, holten ihre Hunde wieder zurück. Dazu ein Zitat aus einer Presserklärung:
"Eine ehemalige Mitarbeiterin des Tierheims Stuttgart war mit großer Begeisterung auf dem Argenhof tätig geworden. Es dauerte nicht lange, bis sie ihren ehemaligen Arbeitgebern mit Entsetzen berichtete, was sie in dem vermeintlichen Tierparadies alles erleben musste. Das Tierheim Stuttgart holte ... seine Chr. R. anvertrauten Hunde sofort zurück."
Lukrativ ist diese Hallenhaltung natürlich auch deswegen, weil damit die Kompetenz der "Hundeflüsterin" unterstrichen wurde. Jede Menge gefährliche Hunde und nie passierte etwas, wenigstens nicht offiziell.
Eine ganze Menge Unterstützung kam daher z. B. auch aus der Politik. Genannt seien stellvertretend der grüne Kreisrat Siegfried Spangenberg, Mitglied im ehemaligen Solidarkreis und der Amtzeller Bürgermeister Locherer, Schirmherr einer Benefizveranstaltung. Und nicht zu vergessen die Mitarbeiter des Veterinäramtes Ravensburg. Denn auch von denen behauptete Chr. Rohn mir gegenüber, sie wären ihr freundschaftlich verbunden.
Positiv ausgewirkt hat sich wenigstens bisher die Hundehaltung des "Gnadenhofes" auch auf die Seminare von Chr. Rohn. Und nicht zu vergessen, auch auf den Buchverkauf. Und entgegen den Behauptungen des Hofes sprudeln nach wie vor die Spenden, das aber wird ein anderes Argenmärchen.
Nachsatz
Viele haben sich vom Hof distanziert und dazu gehören die Mitglieder des ehemaligen Solidarkreises. Sie traten von Vorstandsposten zurück, legten ihre Mitgliedschaft im Verein nieder und lösten den Solidarkreis auf.
Nicht zu vergessen diejenigen, die im letzten Jahr Anzeige gegen Christiane Rohn erstattet haben. Ihnen ist es zu verdanken, dass dieses "potemkinsche Dorf des Tierschutzes" endlich in die Öffentlichkeit kam.
Noch ein Nachsatz
Da ich weiß, dass es so "genannte schwarze Listen" gibt, in denen vor Leuten gewarnt wird, die als Tierhalter ungeeignet sind, oder denen man kein Tier anvertrauen kann, möchte ich anregen, neben den Verantwortlichen des Hofes auch Heike und Thomas Steeb auf diese Liste zu setzen.
In einer E-Mail, mit der sie den Gnadenhof und die Hundehaltung in der Halle rechtfertigte, schrieb sie mir:
"Wir haben bei unserer unangemeldeten Besichtigung nichts feststellen können, was nach unserer Auffassung nicht okay gewesen wäre. Ganz im Gegenteil. Wenn ich daran denke, wie die Hunde zum Teil in anderen Tierheimen ( z.B. Ludwigsburg ) untergebracht sind, empfanden wir die Halle und den Tagesablauf der Hunde dort als weitaus angenehmer für die Tiere. Ich kann nur jedem empfehlen, selbst mal hinein zu gehen und sich nicht auf die Mutmaßungen von Leuten zu verlassen, die die Halle selbst nur vom Hörensagen kennen. Übrigens wurde unserem unangemeldeten Wunsch, die Halle sehen zu wollen, sofort und uneingeschränkt Folge geleistet."
Dem wäre nichts mehr hinzuzufügen, vielleicht noch das folgende Bild und der Wunsch, es möge ihnen im Halse stecken bleiben.
Quelle: www.hirtenhunde-liptak.de/argenmaerchen/pages/04.html

Von dieser Halle ist die Rede
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weitere Schilderungen siehe: Hirtenhundewelt (mit weiteren Argenmärchen) und Sonderseite im Hundeforum
Wenistens etwas: am 11.11.2008 wurde Christiane Rohn zu einer deftigen Bußgeldzahlung wegen Urkundenfälschung verdonnert: www.szon.de/lokales/ravensburg/region/200811120216.html

Kritische und fortlaufend aktualisierte Info-Seite zum Argenhof
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Über die Zustände in dem Türkheimer "Gnadenhof" des "Vier Pfoten e.V." berichtet "Skandale-in-Bayern":

Vier Pfoten e.V.
Fragwürdiger Tierschutz
Der EX- Bürgermeister von Bad Wörishofen, Erwin Singer, das zuständige Landratsamt und weitere Behörden duldeten seit Jahren, dass zwei Damen unter dem Vorwand des Tierschutzes als Großveranstalter von Flohmärkten illegal Geschäfte machten und an der Steuer vorbei satte Gewinne einstrichen. Nur zu einem winzigen Teil bekamen die Tiere etwas davon ab. Zusätzlich strichen die Damen auch noch Zuschüsse und Fahrzeuge des umstrittenen "Deutschen Tierhilfswerkes" ein. Weiterhin kassierten sie Erbschaften, Sparbücher und sonstige Zuwendungen. Bis heute ist der Öffentlichkeit nicht bekannt, was mit den Spenden geschehen ist. Selbst Sachspenden wie Katzenkörbe, Hundekörbe, Tiernahrung wurden auf den zahlreichen Flohmärkten verscherbelt. Ein Skandal, der mit dem Tierschutz nichts mehr zu tun hat.
Kurz hinter dem Türkheimer Bahnhof befindet sich ein Tierheim, in dem die Hunde und Katzen ein erbärmliches Leben fristen müssen. Eingepfercht zwischen den vorbeidonnernden Zügen und dem Autolärm der Bundesstraße leben die Hunde bei brütender Hitze in Containern. Wie eine ehemalige Mitarbeiterin schreibt, ein "Tiergefängnis."
Die Hunde werden nicht ausgeführt, werden auch nicht vermittelt, Nachbarn werden abgewiesen, wenn sie sich anbieten mit den armen Kreaturen etwas spazieren zu gehen. Es gibt keine "Öffnungszeiten" und für die Bevölkerung keinen Zutritt zu den Tieren. Man kann nur erahnen, was die Tiere mitmachen, wenn täglich über 60 Züge an ihren empfindlichen Ohren vorbeidonnern. Manche Hunde jaulen vor Schmerzen und sind dem Wahnsinn nahe. Ähnlich geht es den Katzen.
Das umstrittene Deutsche Tierhilfswerk das ja durch seinen ehem. 1. Vorsitzenden (Betrug in Millionenhöhe) und anderer Dinge immer wieder in die Schlagzeilen gerät, ist Kooperationspartner des umstrittenen Tierheimes. Es wurde mehrfach auf diese Missstände hingewiesen, doch es geschah bis heute nichts.
Geleitet wird das Tierheim von zwei älteren Damen, die mehr als "Großveranstalter von Flohmärkten" bekannt sind, als um die Sorge der ihnen anvertrauten Tiere. Ja es sind zwei sehr geschäftstüchtige Damen, die mit Wissen des damaligen Bürgermeisters von Bad Wörishofen Herrn Singer und den Leiter des Ordnungsamtes über Jahre hinweg, illegal in Bad Wörishofen und Mindelheim "Flohmärkte " veranstalteten. Sie hatten weder ein Gewerbe, noch zahlten sie Steuern, sondern rafften die Gebühren der Standmieten in ihre Handtaschen. Dabei waren sie nicht zimperlich. Wer nicht zahlen konnte, flog raus. Mal fuhren sie mit dem Wagen und Aufschrift "Deutsches Tierhilfswerk" vor, mal mit den neuesten Mercedes-Transportern.
Der Verein “Tiere in Not e.V. "
Die beiden Damen ( Mutter und Tochter) gründeten zunächst den Verein "Tiere in Not e.V." [1. Vorsitzende: Margot Schuhmann (Mutter), 2. Vorsitzende: Elke Schuhmann (Tochter), Kassenwart: Elke Schuhmann, Schriftführer: Elke Schuhmann], ein toller Verein, der eigentlich nur aus Mutter und Tochter besteht. Dem Memminger Registergericht fiel dies wohl nie auf. Jeden "Kegelverein" und deren Satzung und den Vorstand prüft das Registergericht sehr genau. Beim Verein "Tiere in Not" durfte Mutter und Tochter zusammen ohne Beanstandung einen Verein gründen. Schon sehr merkwürdig.
Über Jahre hinweg konnten so die beiden Damen über Spenden, Beiträge und der illegalen Flohmärkte schalten und walten wie sie wollten. Trotzdem wurde das Geld knapp, die Spenden, Mitgliedsbeiträge und andere Gelder waren aufgebraucht. Da einige Gläubiger den Damen im Nacken saßen und sie um jeden Preis verhindern wollten, dass nähere Untersuchungen zum Verbleib der Gelder in die Wege geleitet wurden, lösten sie den Verein "Tiere in Not" auf, um nur wenige Tage später einen neuen Verein mit der Bezeichnung: "Vier Pfoten e.V." zu gründen.
Der Verein "Vier Pfoten e.V.”
Die beiden Damen behielten wie im alten Verein "Tiere in Not" die "Schlüsselpositionen" 1. Vorstand und Kassenwart für sich [1.Vorsitzende: Elke Schuhmann (Tochter), 2.Vorsitzende: Petruch Herlinde, Kassenwart: Margot Schuhmann (Mutter), Schriftführerin: Margot Schuhmann (Mutter)]. Auch im neuen Verein gibt es weder Kassenprüfer noch Beisitzer.
Das Memminger Registergericht sah bis heute auch hier keinen Anlass einzuschreiten.
Den "Gläubigern" wurde nun mitgeteilt, es gibt keinen Verein "Tiere in Not" mehr und sie sollten verschwinden. Einfach toll. Bemerkenswert bei der ganzen Sache ist noch, dass ausgerechnet die Tochter Elke Schuhmann mit der Auflösung des alten Vereines beauftragt wurde. Sie sorgte dafür, dass alles schön in der "Familie" bleibt.
Zuvor noch ließ die Mutter Margot Schuhmann lt. Registerakte erklären, dass sie aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz im alten Verein niederlegt. Nur wenige Tage später mischte sie jedoch im neuen Verein als "Kassenwart und Schriftführerin" wieder voll mit. So krank kann sie demnach nicht gewesen sein. Sollte hier das Registergericht wieder ganz listig getäuscht werden? Das Registergericht fiel auf diesen Trick herein.
Der alte Verein "Tiere in Not e.V. " bestand seit Februar 1996 und wurde am 13. Oktober 2001 aufgelöst. Der neue Verein "Vier Pfoten e.V. " wurde bereits 13 Tage später, nämlich bereits am 26. Oktober 2001 beim Registergericht eingetragen.
Quelle: Skandale in Bayern (currently out of commission: es sei insofern auf das rageandreason- Gästebuch Eintrag #36 verwiesen)
Der hier zur Rede stehende "Vier Pfoten e.V. " mit Sitz in Türkheim hat nichts zu tun mit der in Hamburg ansässigen "Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz". Der Verein "Vier Pfoten e.V." ist offenbar nicht mehr existent.
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Und noch ein Horror-Gnadenhof...

Tiergnadenhof Deutschland e.V.
Katastrophale Verhältnisse
Der Tiergnadenhof Deutschland e.V. firmiert unter einer Quickborner Adresse:
Tiergnadenhof Deutschland e.V.
Dieter Hühneburg
Langenkamp 9
25451 Quickborn
www.tiergnadenhof-deutschland.de (ohne Impressum)
1. Vorsitzender Dieter Hühneburg / Kassiererin Birgit Möller
beide wohnhaft: Oberkögt 16, 21756 Osten Isensee
Die Tiere werden auf zwei verschiedenen Höfen verwahrt:
1. 21734 Oederquardt
Ein verlassenes Grundstück mit Wohnhaus. Dort wurden ca. 16 Hunde gezählt, einige von ihnen sitzen in dreckigen Zwingern am Wohnhaus und können auch dort hinein. Wieviel Hunde sich im Haus aufhalten, ist nicht bekannt. Laut Tierschutzverein Tierhilfe direkt e.V.waren die Hunde zum Teil ohne Wasser. Die Zustände sind katastrophal. Die Behörden vor Ort sind alarmiert, reagieren aber nicht ausreichend.
Zuständig ist das Ordnungsamt Freiburg/Elbe - 04141/12-310
ordnungsamt@landkreis-stade.de
2. 21756 Osten Isensee
Hier gibt es eine große Anzahl Hunde und Katzen, die im Haus und in der Scheune gehalten werden. Außerdem sind hier die Esel und die Ziegen untergebracht, letztere in besorgniserregendstem Zustand.
Zuständig ist das Ordnungsamt 21745 Hemmoor - 04771/6020
ordnungsamtgemeinde@hemmoor.de
Am Samstag den 19.08.2006 brach eine Polizistin mit ihrem Kollegen und zwei Tierschützern das Haus Oberkögt 16, 21756 Osten Isensee auf. Es bot sich ein Bild des Grauens. 29 Hunde saßen dort seit drei Tagen ohne jegliche Versorgung.
Unter den 29 Hunden befanden sich auch einige Welpen. Alles war verkotet und stank nach Urin. Die Tiere lagen alle auf blanken Böden, keine Decke, kein Korb, kein Futter oder Wasser. Ein Beamter mußte sich übergeben. Nun hoffen wir, dass die schlafenden Behörden - obwohl immer wieder Anzeigen eingingen - diesem Elend endlich ein Ende bereiten.

Wer schützt die Tiere vor den sogenannten Tierschützern des "Tiergnadenhof Deutschland e.V."?
Kontakt:
Tierhilfe Direkt e.V. - Rita Lünsmann - tierhilfe-direkt@freenet.de
Retriever in Not e.V. - Dagmar Auf der Maur - info@retriever-in-not.de
Quelle: Stoppt den Gnadenhof Deutschland e.V. mit Bildergalerie des schieren Horrors
„Kein Gnadenhof, sondern Katastrophe”
von Wiebke Kramp
Niederelbe Zeitung vom 25. August 2006
Osten (man). Wenn Klaus Schlingpläßer, Vorsitzender des Stader Tierschutzvereins an den „Tiergnadenhof Deutschland” denkt, kommt ihm die grüne Galle hoch. Bilder von eingesperrten, verdreckten Tieren sind bei ihm eingebrannt. Ort des Geschehens: Eine Hofstelle im abgelegenen Osten-Isensee.
Der Stader Tierschutzvorsitzende hat den dortigen „Gnadenhof” schon länger im Visier. Vor einigen Tagen erhielt er den Anruf von Anwohnern, die Tiere seien eingesperrt, am Jaulen und schon seit drei Tagen habe sich kein Mensch um sie gekümmert. Gemeinsam mit Nachbarn und zwei Polizeibeamten machte sich Schlingpläßer dort ein eigenes Bild und ist immer noch erbost über die Zustände: „Hunde waren im Gebäude eingesperrt, zum Teil in einer Minikammer im Dunkeln, sie hatten nicht zu fressen und zu trinken, die Fenster waren geschlossen. Und dann der Dreck und der Gestank. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Im Stall drei Ponys, die ebenfalls weder Heu noch Wasser hatten plus eine Hand voll Ziegen, ebenfalls ohne Heu”, schildert der Tierschützer ein furchtbares Szenario.
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Eine weiteres Haus des Horrors...

Tierheim Kreil
Mißstände im Tierheim Kreil
Landauer Neue Presse vom 20. Mai 2006
Landau. Die Vorwürfe wegen unhaltbarer Zustände im Tierheim Kreil ziehen immer weitere Kreise. Nachdem eine ehemalige Mitarbeiterin auf einer Internetseite auf die Missstände hingewiesen hatte, haben sich mehrere Mitarbeiter und Kunden des Tierheims bei der LNP gemeldet. Auch sie berichten von unhygienischen und zum Teil verdreckten Gehegen, von nicht artgerechter Tierhaltung und überfordertem Personal. »Es geht nur um das Wohl der Tiere, nicht um einen Racheakt gegen Frau Kreil« - mit diesen oder ähnlichen Worten beginnen fast alle Telefonate und Anschreiben, die im Laufe dieser Woche die Redaktion erreicht haben. Die meisten davon stammen von ehemaligen Mitarbeitern des Tierheims an der Weidenstraße. »Das Heim ist verwahrlost, Müll und Dreck hat sich in den letzten Jahren dort aufgestaut. Die Tiere leben auf alten, zum Teil mit Kot und Urin beschmierten Teppichen und Matratzen«, fasst Brigitte Brummel zusammen. »Der Gestank in den Boxen ist nicht zum Aushalten. «
Die vielen Holzbestandteile am Katzenhaus seien Keimträger, weil sich das Holz schlecht reinigen lasse, die Katzen deshalb zum Teil chronisch krank. Die Außengehege seien löchrig, so dass Tiere des öfteren entschlüpfen und wieder eingefangen werden müssen. Durch die morschen Holzwände gelangen Ratten auf das Gelände, die sich vor allem an den Kleintieren zu schaffen machen. Zudem fehle es an einem ordentlichen Heizsystem, so dass die Innenräume für bestimmte Tierarten wie Katze oder Igel nicht ordentlich temperiert werden können. »Was soll man dazu sagen, wenn von 40 angelieferten Igeln nach dem Winter nur sieben überleben, weil der Frost zum Teil an der Scheibe hängt und es den Tieren schlichtweg zu kalt für den Winterschlaf ist?« klagt Brummel. Angesichts der umfangreichen Pferdehaltung - an die 20 Pferde stehen derzeit im Heim an der Weidenstraße und im Gnadenhof, der zweiten von Ilona Kreil betriebenen Einrichtung im Landkreis, ein - wäre die Betreuung durch Fachpersonal dringend notwendig. »Ich habe so das Gefühl, Frau Kreil hat die Kontrolle darüber verloren«, sagt Brummel über ihre frühere Arbeitgeberin.
Von 1985 bis ins Jahr 2000 hat die gelernte Altenpflegerin für Lona Kreil gearbeitet, zuerst in Eggenfelden, später in Landau. Nicht immer haben solche Zustände geherrscht. »Als Frau Kreil das Haus an der Weidenstraße Anfang der 90er Jahre übernommen hat, war die erste Zeit alles tip top. Aber dann hat sie immer mehr Tiere aufgenommen, bis das Heim total überfüllt war«, erzählt sie weiter. Das Personal habe sich zunehmend überfordert gefühlt, viele Mitarbeiter hätten in der Folgezeit gekündigt. »Frau Kreil hätte einfach nicht so viele Tiere aufnehmen dürfen. Bei 50 Hunden war die Kapazität ausgeschöpft. Zum Teil hatten wir über 100 Hunde zu betreuen. Wie soll das gehen? Bei nur drei, vier Mitarbeitern? Wir haben doch alle nur zwei Hände?« fragt Brummel vorwurfsvoll. »Frau Kreil hätte öfter Nein sagen müssen«, fasst sie zusammen, was sie als Ursprung der ganzen Problematik sieht. Brummel hält der heute 72-jährigen Tierheimbesitzerin auch vor, die Weitervermittlung von Tieren zu wenig betrieben zu haben.
Zahlreich seien Interessenten wieder nach Hause geschickt worden, weil sie das Anforderungsprofil von Frau Kreil offenbar nicht erfüllten, sagtmeint Brigitte Brummel. Die ehemalige Angestellte ist überzeugt, dass in den vergangenen Jahren viele Hunde und Katzen ein gutes neues Zuhause hätten finden können. »Was sucht ein dreijähriger kleiner Hund im Tierheim? Oder gar ein Welpe? Der findet doch leicht eine Familie. Das entlastet das Tierheim und die Angestellten können sich wieder mehr um die alten und kranken Tiere kümmern. « Über die Gründe für das Verhalten ihrer früheren Chefin kann Brigitte Brummel nur mutmaßen: Sie habe die Tiere einfach nicht hergeben wollen, glaubt Brummel. »Frau Kreil wollte immer Tierschutz betreiben. Das glaube ich ihr und diesen Ansatz schätze ich an ihr. Aber meiner Meinung nach hat sie die Sache aus den Augen verloren. «
Die umfangreiche Berichterstattung von Brigitte Brummel bestätigt in weiten Teilen das Szenario, das auch Ulrike Tolde und ihre Mutter Veronika auf ihrer Internetseite beschreiben. Bis zum Sommer letzten Jahres hat Veronika Tolde für Lona Kreil gearbeitet. Weil sie auf eigene Faust eine größere Zahl von Meerschweinchen vermittelt hat, sei sie gekündigt worden, wie sie aus freien Stücken erzählt. Zu dieser Tat bewogen hätten sie die Missstände in der Kleintierhaltung.
»Die Meerschweinchen waren in einem miserablen Zustand« bestätigt Sadie Meier, Betreiberin eines Meerschweinchenhauses in Nordrhein-Westfalen, die bei dieser Vermittlungsaktion 35 Nagetiere aus dem Besitz von Lona Kreil übernommen hat. »Die Tiere sind auf spärrlich eingestreutem Erdboden gesessen, die Näpfe hatten eingetrocknete Schmutzränder, die Augen waren vereitert«, beschreibt sie. Zahlreiche Weibchen waren trächtig - auch das spricht gegen eine ordnungsgemäße Haltung in einem Tierheim, wo die Tiere geschlechtlich getrennt werden sollten. Das Tierheim in München Riem war vor kurzem mit einem ähnlichen Fall konfrontiert. Weil sie von den Problemen in Landau gehört haben, haben sie Kaninchen aus dem Landauer Tierheim zu sich zurückgeholt: »Ein Kaninchen wird sein Auge verlieren, ein anderes hat ein Geschwür am Bein, ein drittes ein abgefressenes Ohr - wahrscheinlich Ratten«, beschreibt die Kleintiervermittlerin, die hier nicht näher genannt werden will.
Dass es »Mängel« im Tierheim Kreil gibt, räumt mittlerweile auch das Veterinäramt ein. Es hat nach einer Ortsbesichtigung am 3. Mai einen Aufnahmestop verhängt und eine Liste von Anordnungen erstellt, darunter den Bau einer Katzen-Quarantäne-Station und den Umbau des Hundehauses mit licht- und luftdurchlässigeren Räumlichkeiten. Darüber hinaus soll sich das Personal einer Sachkundeprüfung unterziehen. Ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz besteht laut Amtstierärztin Petra Brandlmeier aber nicht. Die zuständige Heimtierärztin wollte gegenüber der Presse keine Auskünfte geben. Sie berief sich gestern auf ihre ärztliche Schweigepflicht.
Die Anordnungen der Behörden werten die ehemaligen Mitarbeiter zwar als Lichtblick, dass sich kurzfristig etwas ändert im Tierheim Kreil. Aber mit dem Bau von Hundehaus und Katzenquarantäne ist ihrer Meinung nach der Sache noch lange nicht gedient: Sie sähen das Tierheim am liebsten geschlossen und in andere Hände übergeben.
Mißstände im Tierheim Kreil?
Schwere Anschuldigungen im Internet
Veterinäramt: Aufnahmestop und Auflagen verhängt
Landauer Neue Presse vom 12. Mai 2006
von Thomas Maile
Landau. Ärger um das Tierheim: Im Internet werden schwere Vorwürfe wegen unhaltbarer Zustände erhoben. Das Veterinäramt und Besitzerin Lona Kreil sprechen von Problemen, die behebbar sind.
Wer sich unter lumi-land.com die Fotos aus dem Tierheim Kreil anschaut muss erschrecken: Müll, Dreck, verwahrloste Tiere. Geschildert wird das Schicksal eines verfilzten Bobtails, eines Huskys mit Flohekzemen und einer verpilzten Katze. Die Frage »Darf es so in einem Tierheim zugehen?« wird mit der Forderung beantwortet, das Tierheim Kreil und den Gnadenhof Lorena sofort zu schließen.
Dr. Petra Brandlmeier vom Veterinäramt verweist zwar auf ihre Schweigepflicht, bestätigt aber, dass das Tierheim und der Gnadenhof von ihr vor kurzem inspiziert wurden. Die Zustände seien teilweise nicht in Ordnung, aber von einer Räumung oder Schließung könne keine Rede sein. Von Amts wegen seien ein Aufnahmestopp und diverse Auflagen verhängt worden, die Frau Kreil, je nach Tatbestand, in wenigen Tagen oder den kommenden Wochen erfüllen muss. Dazu zähle beispielsweise den Bau einer regulären Katzen-Quarantänestation. Das bestätigt auch Lona Kreil: Ihre alte Station sei zu klein geworden, weil sie wegen der Vogelgrippe vielmehr Katzen bekommen habe als sonst. Ebenso müsse das Hundehaus umgebaut werden, mit neuen Fenstern und zusätzlichen Lüftungen - am morgigen Samstag komme ein Maurer und schaue, ob das überhaupt gehe. Ansonsten sieht sie hinter den Anschuldigungen im Internet die Racheaktion einer gefeuerten Mitarbeiterin.
Urheberin der Internetseite ist Ulrike Tolde aus Forstinning, deren Mutter tatsächlich für Kreil gearbeitet hat. »Ich kenne die Zustände im Tierheim durch meine Mutter seit elf bis zwölf Jahren, vorbildlich war es noch nie, doch in den vergangenen fünf Jahren wurde es immer grausamer«, so die 19-Jährige gegenüber der LNP. Die Fotos im Internet seien zwei Wochen alt, auch wenn der Müll beispielsweise inzwischen verbrannt sei.
Dass durch das Veterinäramt keine Schließung verhängt wurde wundert sie nicht: Das wäre zu teuer, dann müsste das Amt Unterbringungs- und Tierarztkosten für die geretteten Tiere bezahlen. Und der Aufnahmestopp werde nicht kontrolliert. Die Ortsbegehung mit den Amtstierärzten sei sogar mit der Tierheimbesitzerin abgesprochen gewesen. Ulrike Tolde jedenfalls will weiterhin dafür kämpfen, dass gegen Lona Kreil ein Tierhalteverbot verhängt wird.
Bildergalerie des Grauens [out of commission]
Anfang August 2006 wurde das Tierheim Kreil geschlossen. Der Betreiberin Lona Kreil, die in über vier Jahrzehnten praktischer Tierschutzarbeit nie ein schutzsuchendes Tier abgewiesen hatte, waren die Verhältnisse in den letzten Jahren schlichtweg über den Kopf gewachsen. Es ist insofern weniger ihr persönlich ein Vorwurf zu machen, als vielmehr dem zuständigen Kreis Dingolfing/Landau an der Isar, der sie mit einem lachhaften Zuschuß von zuletzt 8.500 EURO pro Jahr abgespeist und sich damit der gesetzlichen Verpflichtung, ein kommunales Tierheim vorhalten zu müssen, entledigt hatte. Hätten der Kreis oder die zugehörigen Gemeinden den Zuschuß aufgestockt, wie Frau Kreil unzählige Male beantragt hatte, hätte der Personalstand erhöht und damit der zunehmenden Verwahrlosung des Hauses, der Tiergehege und der Tiere selbst entgegengewirkt werden können. So aber ließ man Frau Kreil und ihr Heim sehenden Auges in die nunmehr zurecht beklagten und kritisierten Zustände abgleiten.
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Ähnlich katastrophale Verhältnisse im niederbayerischen Rottal...
Tieraltenheim Costa e.V.
Wurde der Gnadenhof
zur „Hölle für Tiere”?
Rottal-Inn Wochenblatt vom 03. Oktober 2006
von Gerd Kreibich
Am 4. Oktober begannt in Eggenfelden der Prozess gegen die ehemalige Vorsitzende des Vereins „Tieraltenheim Costa“, die 61-jährige Anneliese P. aus dem Landkreis Rottal-Inn. Ihr wird Tierquälerei in über 80 Fällen vorgeworfen. Den Ermittlungen der Justiz zufolge könnte es sich bei den von Anneliese P. betriebenen „Tieraltenheimen“ um einen echten Albtraum für die dort untergebrachten Tiere gehandelt haben. Der Prozess wird in zwei Wochen fortgesetzt.
Vernachlässigung mit dramatischen Folgen
Anneliese P. war über viele Jahre die 1. Vorsitzende des Vereins „Tieraltenheim Costa“. Bekannt wurde die Frau durch viele Medienberichte, in denen sie sich wirkungsvoll als „Engel der Tiere“ darstellte und so Spenden in nicht unerheblicher Höhe sammeln konnte. In Roßbach und Malgersdorf hatte der Verein zwei bäuerliche Anwesen in Tierheime umgewandelt, die allerdings durch die Veterinärbehörde des Landkreises Rottal-Inn aufgelöst wurden, nachdem dort unhaltbare Zustände entdeckt worden waren. Die Anklage der Staatsanwaltschaft stützt sich auf einen Zeitraum von einigen Monaten im Jahr 2003. Zu wenig Personal für zu viele Tiere, mangelnde Pflege und unzureichende tierärztliche Versorgung in Verbindung mit schlechten hygienischen Verhältnissen hatte dazu geführt, dass eine ganze Reihe von Tieren unter schwersten gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden mussten. Insbesondere bei fast 30 Hunden soll es Anzeichen einer hochgradigen Vernachlässigung mit allen dramatischen Folgen haben. Schwere Gehörgangsentzündungen bis hin zum Trommelfell mit den damit verbundenen großen Schmerzen, bei einem Hund bereits ein Tumor in der Mundhöhle – und das sollen sogar noch die leichteren Fälle gewesen sein. Entdeckt worden sollen noch viel größere Qualen für die Tiere.
Hund roch schon verfault
So soll bei einem Hund aufgrund fehlender Krallenpflege die Afterkralle bogenförmig ausgewachsen sein, sie bohrte sich durch Haut, Sehnen und Muskeln. Eine Zwergziege soll lahm geworden sein, weil ihre Klauen nie gepflegt wurden. Mehrere Hunde sollen unter starken Flohbefall gelitten haben, weil eine Fellpflege wohl nicht mehr statt gefunden hatte. Von „erheblicher Vernachlässigung“ ist auch bei 38 Schweinen die Rede, die auf einem der Anwesen untergebracht waren. Sie wiesen einen ganz erheblichen Befall mit Räudemilben auf, litten dadurch unter ständigem quälenden Juckreiz und scheuerten sich deshalb die Haut wund. Längst hätte ein Tierarzt sich um die Schweine kümmern müssen, er wurde aber offensichtlich nicht benachrichtigt. Auch ein stark unterernährtes Pferd soll bei einer amtlichen Kontrolle gefunden worden sein, hier bestand für das Tier wohl auch akute Lebensgefahr. Zwei Fälle dürften die Zustände in den „Gnadenhöfen“ in ein besonders schlechtes Licht rücken, wenn sie durch den Prozess bestätigt werden. Da ist zunächst der Mischlingshund „Bröselchen“, der völlig zusammengebrochen in einer Ecke eines Anwesen gefunden worden sein soll. Das Tier roch bereits verfault, die hintere Hälfte des Körpers war dicht mit Fliegenmaden bedeckt, so groß wie Handflächen waren die eitrigen Stellen auf dem Fell. Das Tier musste vom Tierarzt durch Einschläferung von seinem Leid erlöst werden. Das gleiche Schicksal erlitt auch ein anderes Tier, ein Mischlingsrüde namens „Idefix“. Lähmungen, Fellverfilzung, stärkste Zahnfleischentzündung, Blasenschwäche – das völlig verwahrloste Tier musste ebenfalls eingeschläfert werden, nachdem alle tierärztlichen Bemühungen vergeblich waren.
Urteil schon am 4. Oktober?
Einem Tier „lang anhaltende Schmerzen und Leiden“ zugefügt zu haben oder zumindest dafür verantwortlich zu sein, dass dies geschehen konnte: diese Vorraussetzung für eine Anklage wegen Tierquälerei sieht die Staatsanwaltschaft wohl als erfüllt an. Der Prozess konnte am Mittwoch nicht zu Ende geführt werden und wird daher in zwei Wochen fortgesetzt.
Quelle: Rottal-Inn Wochenblatt
Passauer Neue Presse
vom 18.10.2006
Bewährungsstrafe für Tierquälerei
Rottaler Tierheim-Chefin verurteilt - 19 Hunde misshandelt
von Maria Pöltl
Eggenfelden. Drei Jahre nach der Räumung des Tieraltenheims Costa e.V. im Landkreis Rottal-Inn kam es gestern zu einem Richterspruch. Die Vorsitzende des Vereins wurde in Eggenfelden zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt. Sie ist verantwortlich für die quälerische Misshandlung von 19 Hunden. Die Tiere litten unter schmerzhaften Entzündungen, Parasitenbefall und anderen Krankheiten, die auf die Vernachlässigung zurückzuführen sind. Eine der armen Kreaturen musste sogar am lebendigen Leib verfaulen, ohne dass ihr einer der Pfleger half. Aktionen von Tierschützern und eine amtliche Kontrolle am 21. Oktober 2003 machten dem Leiden der hilflosen Vierbeiner ein Ende. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Am zweiten Verhandlungstag kochen die Emotionen im Amtsgericht Eggenfelden hoch. Nicht nur aus den voll besetzten Zuhörerreihen gibt es gefühlsbetonte Kommentare. Die Rechtsanwälte Dr. Bruno Reuter und Gerhard Bink versuchen weiter, die Schuld ihrer Mandantin, die in den Monaten vor der Schließung des Tierheims krank war, auf andere abzuwälzen.
Emotionen kochen im Gerichtssaal hoch
Sie sparen dabei nicht an Anspielungen und verbalen Attacken - auch gegen den ehemaligen Amtstierarzt und eine freiwillige Helferin, die anscheinend ohne ihr eigenes Wissen als Vertretung der Angeklagten fungiert haben soll.
Zahlreiche Zeugen sollen klären, ob die 36-Jährige tatsächlich zuständig war. Zwei von ihnen können sich schließlich erinnern, dass die Hausfrau wohl gerne mehr Mitspracherecht gehabt hätte, die Angeklagte dies aber strikt verweigerte.
Die Anwälte stellen weitere Beweisanträge und fordern unter anderem ein unabhängiges Sachverständigengutachten, das zeigen soll, dass die Hunde trotz allem nicht unter lange andauernden Schmerzen gelitten haben. Darauf verzichtet Richter Josef Ritzer angesichts der belastenden Aussagen des Amtstierarztes.
„Dem Saustall ein Ende gemacht“
Staatsanwältin Monika Mieslinger lässt die Krankheit der Angeklagten nicht als Entschuldigung gelten. „Sie haben nicht für eine ordnungsmäßige Vertretung gesorgt.“ Und zur Schließung des Heims stellt sie fest: „Es war gut so, dass dem Saustall ein Ende gemacht wurde.“ Monika Mieslinger beantragt ein Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung.
Verteidiger Dr. Reuter feindet die Staatsanwältin in seinem anschließenden Vortrag ungeniert persönlich an. Das Gericht muss die Verhandlung unterbrechen, um die Wogen zu glätten. Doch Dr. Reuter bleibt dramatisch. Er fordert einen Freispruch, wobei er sich „voller Ehrfurcht vor dem Lebenswerk der Angeklagten“ verneigt. So weit geht Gerhard Bink in seinem Plädoyer nicht, er kommt dennoch zum selben Ergebnis: Freispruch.
Richter Josef Ritzer spricht die Vereinsvorsitzende schließlich der Tierquälerei in 19 Fällen schuldig. Sie bekommt eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten, drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. In dieser Zeit darf sie kein Tier mehr halten. Ritzer in seiner Begründung: „Die Angeklagte hat es billigend in Kauf genommen, dass die Hunde so grausam leiden mussten. Und diese 19 sind nur die Spitze des Eisbergs.“
Auch die Strategie der Anwälte kritisiert Ritzer. „Sie haben auf Kosten anderer die Grenzen dessen überschritten, was zur Verteidigung angemessen ist.“
Quelle: pnp-online
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Stellungnahme von Costa e.V.
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Auch der Hamburger Tierschutzverein ist berüchtigt einer endlosen Kette an Skandalen wegen...

Hamburger Tierschutzverein
Untreue-Verdacht - Großrazzia beim Hamburger Tierschutzverein
Die Welt vom 02. August 2007
Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen wegen Immobilien auf Sylt, bei Elmshorn und Mölln ausgeweitet. 150 Polizisten und vier Juristen führen Durchsuchungen bei Vorstand Poggendorf, seine Stellvertreterin und den Schatzmeister durch. Eine außerordentliche Mitgliederersammlung des Vereins rückt näher .
Am Donnerstagmorgen schlugen die Ermittler zu: Vier Staatsanwälte und 150 Beamte starteten die groß angelegte Durchsuchung, bei der unter anderem die Räume des Hamburger Tierschutzvereins (HTV), die Wohnung des Vorstandes Wolfgang Poggendorf und der beiden weiteren Beschuldigten, der stellvertretenden Vorsitzenden Kirsten E. und Manfred E. Auch das Büro einer Immobilien-Gutachterin wurde durchsucht. Kurz nach acht Uhr war Tierheim-Chef Wolfgang Poggendorf noch ahnungslos mit seinem Mercedes im Tierheim vorgefahren. Keine Stunde später stand die Polizei vor der Tür. Um neun Uhr stürmten 150 Beamte zeitgleich das Tierheim und acht weitere Objekte. Gegen 10.40 Uhr verließ Poggendorf das Tierheim über einen Nebenausgang. Er fuhr zu seiner Wohnung. Dort hatte seine Frau während der Polizeiaktion Kreislaufprobleme bekommen. Gegen 13.15 Uhr kam der Tierheimchef zurück in die Süderstraße. Dort war die Aktion erst am frühen Nachmittag beendet. Allein im Tierheim wurden mehr als 50 Kartons mit Unterlagen sichergestellt.
Schwere Vorwürfe gegen Chef Poggendorf
„Wir ermitteln wegen dreier Objekte auf den Verdacht der Untreue“, berichtet Oberstaatsanwalt Rüdiger Bagger. Dazu zählt die Eigentumswohnung auf Sylt, die Poggendorf zu vergünstigen Konditionen vom HTV erworben haben soll. Dann der „Gnadenhof“ bei Elmshorn, der 2003 für 610000 Euro an einen Herrn Z., ebenfalls im HTV, verkauft wurde, obwohl er vom Verein 1986 noch für rund 870000 Euro gekauft, erweitert und renoviert wurde. Weiter bestätigt die Staatsanwaltschaft, dass die Ermittlungen den „Fichtenhof“ umfassen, der in der Gemarkung Hornbek bei Mölln steht. Das 10000 Quadratmeter große Grundstück mit Holzhäusern war 2003 dem HTV vererbt worden und wurde im März 2004 für 17000 Euro an einen Mann verkauft, der ebenfalls im HTV aktiv war. Es wird geprüft, ob der Verein Schaden genommen hat.
Entrüstet reagiert Poggendorfs Rechtsanwalt Otmar Kury: „Durchsuchungsanordnungen sind in Ermittlungsverfahren üblich. Deren Vollstreckung durch bewaffnete Hundertschaften erweist sich als einfältige, nur politisch motivierte, rechtlich aber bedenkliche Entgleisung des Ermittlungsapparates“, meint der Anwalt. Hauptproblem der Ermittler dürfte sein, eine eventuelle vorsätzliche Untreue nachzuweisen. Deshalb werden wohl die „Innenbeziehungen“ zwischen dem HTV-Vorstand und den Gutachtern unter die Lupe genommen. Sollten für den Immobilienkauf etwa Gutachten frisiert sein, müsse man dies nicht einmal, sondern regelmäßig nachweisen, meint ein Experte. Ansonsten könnten die Beschuldigten unter Verweis auf das Gutachten behaupten, rechtmäßig gehandelt haben – egal, wie absurd der Kaufpreis auch erscheinen mag. Dennoch steht fest, dass die Affäre nicht mehr allein den Vorsitzenden betrifft, sondern weite Kreise zieht. Auch wenn die Ermittlungen sich gegen einzelne Personen richten, dürfte nicht auszuschließen sein, dass der Verein in Mitleidenschaft gezogen wird. Sollten sich dort Ungereimtheiten ergeben, könnten die Konsequenzen bis zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit reichen. Diese liegt bei der Finanzbehörde. Die verweist darauf, dass das Finanzgebaren des HTV dem Steuergeheimnis unterliegt. Über die Zusammenarbeit zwischen Tierheim und Stadt bei den Fundtieren hat die Gesundheitsbehörde keine Zweifel: „Die fachliche Arbeit, die der Verein leistet, ist gut“, meint Ressortsprecher Hartmut Stienen. Der Rechnungshof habe den HTV überprüft. Allerdings wurden dabei nur diejenigen Teile, die die Zusammenarbeit mit Stadt betreffen, untersucht. „Eine Offenlegung aller Zahlen konnten wir nicht durchsetzen.“ Eine Aufhebung der Gemeinnützigkeit sieht Stienen nicht „im gesamtgesellschaftlichen Interesse“, denn es gebe keine Alternativen zur Zusammenarbeit mit dem HTV.
Der Tierschutzverein ist undurchsichtig
Das findet auch der SPD-Abgeordnete Andreas Dressel. Allerdings: „Die Stadt kann nicht so tun, als gehe sie dieses Ermittlungsverfahren nichts an. Wenn das Ergebnis vorliegt, muss die Behörde die Verträge über die Zusammenarbeit anpassen, hin zu mehr Überwachung.“ Wobei auch Dressel betont, dass der Tierschutz ohne Zweifel eine gemeinnützige Tätigkeit sei. „Dass es solche Dimensionen annimmt, hätte ich nicht geglaubt“, meint CDU-Tierexperte Michael Fuchs. Er betont, dass der überwiegende Teil des Vereins „brav seine Arbeit macht“. Der Vorstand aber „muss weg“. Fuchs: „Wir lange wollen die noch warten bis zum Rücktritt?“ Er hoffe, dass es nicht so komme, dass dem HTV die Gemeinnützigkeit aberkannt werde. Der Tierschutzverein ist trotz seiner Größe, er hat rund 7000 Mitglieder und beschäftigt etwa 80 Mitarbeiter, undurchsichtig. Bekannt ist, dass der Jahresetat bei rund 5,5 Millionen Euro liegt. Das Gesamtvermögen soll sich auf zehn Millionen belaufen. Als Haupteinnahmequelle dienen Erbschaften: Im Jahr 2002 sollen so drei Millionen Euro an den HTV geflossen sein. 350000 Euro kamen aus Beiträgen, 500000 Euro aus Vermietungen. Die Vermittlung von Tieren soll 100000 Euro beigetragen haben.
Untreue
Die Tage Poggendorfs als Vorstand dürften gezählt sein: „Wir haben ausreichend Leute zusammen, um laut Passus eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen zu lassen“, meint Friedrich Engelke, HTV-Mitglied, Anwalt und ehemaliger Schatzmeister. Seine Kanzlei verschickt Vordrucke, wartet auf deren Rücksendung. Dann müsse nur noch ein geeigneter Ort für die Versammlung gefunden werden. „Ein genaues Konzept für die Neubesetzung eines Vorstands gibt es noch nicht, das wird auf der Versammlung entschieden.“ Tierfreunde in der ganzen Stadt dürften dann wohl aufatmen. Jule Thumser von der Hunde-Lobby jedenfalls meint: „Die Razzia gibt einem den Glauben an den Rechtsstaat zurück. Jeder, der Poggendorf bisher angeschossen hat, hat dafür teuer bezahlen müssen. Das ist der einzige Weg gewesen, noch mehr Schaden am Tierschutz abzuwenden. Hoffentlich kehrt bald Ruhe ein.“ flo/bert/zv
Quelle:
www.welt.de/hamburg/article1075273/Durchsuchungen_beim_Tierschutzverein.html
Weitere Einzelheiten zum "System Poggendorf"
11.11.2008: VOR GERICHT
Der Abgang des Abzockers
Stephanie Lamprecht
Mit versteinerter Miene nahm Wolfgang Poggendorf (71), einst Alleinherrscher über den Hamburger Tierschutzverein (HTV), das Urteil des Landgerichts auf: zwei Jahre Haft auf Bewährung wegen Untreue in acht Fällen. Außerdem muss er 20000 Euro Geldbuße an den Tierschutzverein zahlen. Die Strafe sei zu mild, fanden einige Vereinsmitglieder im Zuschauerraum. Poggendorfs Anwalt Otmar Kury erklärte, dass sein Mandant das Urteil annehme.
Die Worte der Vorsitzenden Richterin Birgit Woitas waren deutlich: Poggendorf habe seine Machtposition im HTV "schamlos ausgenutzt". Sein Verhalten "grenzte an Größenwahn", und bei seinen Taten habe der Vereinschef eine "gesteigerte kriminelle Energie" entwickelt.
Poggendorf hat dem Verein bisher 235000 Euro zurückgezahlt. Der größte Teil des ergaunerten Vermögens stammt aus Erbschaften, die er sich in die eigene Tasche gesteckt hat. "Sie haben nicht nur das Vertrauen der Menschen in den Tierschutz zerstört, sondern aus purer Geldgier auch den letzten Willen von Verstorbenen missachtet", so die Richterin. Das Motiv dafür sei unklar: "Sie handelten nur zur Verbesserung eines ohnehin hohen Lebensstandards."
Richterin Woitas betonte, dass die Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden musste: "Alles andere hätte dem Gesetz widersprochen." Der Angeklagte habe Schadenersatz geleistet, sei unbestraft und habe ein hohes Alter.
Poggendorf hatte nach seinem Geständnis ausgesagt, dass er zusammen mit seiner Frau von 1500 Euro Rente lebe. Die gemeinsame Wohnung gehöre seiner Frau, er zahle ihr Miete. Ihm steht nun noch ein steuerrechtliches Verfahren bevor, außerdem will der Verein zivilrechtliche Ansprüche geltend machen.
Abschließend wandte die Richterin sich an die Hamburger Tierfreunde: "Man kann nur appellieren, diesen ,Einzelfall` nicht zu hoch zu bewerten und das Tierheim weiter zu unterstützen."
Zitat:
"Er hat seine Machtposition im Tierschutzverein schamlos ausgenutzt" Richterin Woitas
Ressort: HH Hamburg
Hamburger Morgenpost vom 11.11.2008
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Spendenskandal auch im traditionsreichen TSV Berlin...

Tierschutzverein Berlin
Verdacht auf Untreue, Betrug, Spendenunterschlagung, Urkundefälschung
Schon 2004 wurde das Führungsquartett des Berliner Tierschutzvereins um Geschäftsführer Volker Wenk samt seiner Ehefrau Carola Ruff-Wenk an die Luft gesetzt. Das Verfahren - es geht mithin um überhöhte Honorar- und Gehaltszahlungen sowie unterschlagene bzw. veruntreute Spendengelder in Höhe von ~600.000 Euro - war Ende 2008 immer noch nicht abgeschlossen...
Näheres hier: Berliner Zeitung vom 12.11.2004
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Im Folgenden geht es nicht um einen Spendenskandal, sondern um das aus Tierrechtsperspektive besehen skandalöse Selbstverständnis des Michael Aufhauser, Betreiber von "Gut Aiderbichl", einem von den Medien gehätschelten "Vorzeige-Gnadenhof" nahe Salzburg. Texte von Helmut F. Kaplan (dessen sonstige Positionen rageandreason keineswegs in allen Punkten teilt, am wenigsten in Hinblick auf seine ständigen KZ-Vergleiche):

Gut Aiderbichl
Schadet "Tierdiplomat" Aufhauser den Tieren? Die Meinungen über den "Tierdiplomaten" Michael Aufhauser gehen, was nicht weiter verwunderlich ist, weit auseinander. Die einen sind begeistert von seinem finanziellen Einsatz und seinem vernünftigen Vorgehen, die anderen sind entsetzt ob seines freundlichen Umgangs mit Bauern, Metzgern und anderen Tierschindern.
Diese unterschiedlichen Einschätzungen sind, wie gesagt, nicht weiter verwunderlich. Erstaunlich ist vielmehr, daß man so oft auf eine weitgehende Übereinstimmung in bezug auf Aufhauser stößt. Die lautet dann ungefähr so: Also, bei aller möglicher Kritik, es gibt bestimmt Schlimmeres als jemanden, der sein Vermögen dazu verwendet, um ein so imposantes Tierheim wie das Gut Aiderbichl zu errichten und zu betreiben. Was immer der Mann sonst noch so von sich geben mag, ist angesichts dieser Leistung schlimmstenfalls harmlos.
Ohne dem Ergebnis unserer Analyse inhaltlich vorgreifen zu wollen, muß festgestellt werden: Hier handelt es sich um eine voreilige Schlußfolgerung bzw. Verallgemeinerung: Aus der Tatsache, daß jemand ein tolles Tierheim betreibt, folgt nicht automatisch, daß auch seine Aussagen "Hand und Fuß" haben oder im schlimmsten Falle harmlos sind. Wir wollen daher im folgenden strikt zwischen zwei Fragen unterscheiden:
Die erste Frage läßt sich schnell und sicher beantworten: Selbstverständlich schadet Gut Aiderbichl den Tieren nicht. Für alle Tiere, die hier landen, ist dies ein großes Glück. Gut Aiderbichl gleicht einem kleinen Paradies inmitten einer großen Hölle. Was auch immer Aufhausers Motive gewesen sein mögen, dieses Tierheim zu errichten – und es gibt keinen Grund, ihm schlechte zu unterstellen –: Für die Tiere ist es ein Segen, auf Gut Aiderbichl zu leben.
Merkwürdige Philosophie
Kommen wir also zur zweiten Frage: Schaden Aufhausers Aussagen den Tieren? Dazu müssen wir uns seine "Philosophie" einmal ansehen. Im Meinungsforum des Salzburger Fensters vom 13. März 2002 beschreibt Aufhauser den Zweck von Gut Aiderbichl so: "Ich möchte mit dem Gut ein sichtbares Symbol für die Würde des Tieres schaffen!" Es soll "vorgeführt werden, wie empfindsam" Tiere sind. Und: "Gut Aiderbichl soll sensibilisieren."
Wozu sensibilisieren, fragt man sich allerdings, wenn man weiter liest: "Die Tatsache, dass die Tiere von Gut Aiderbichl letztendlich nicht zum Schlachter kommen, soll die Fleischproduktion nicht in Frage stellen."
Wenig erhellend ist auch die Information: "Die Tiere auf Gut Aiderbichl ... haben ... eine Art Diplomatenrolle für ihre Artgenossen." Das ist so, wie wenn ich ein Vorzeigeheim für mißbrauchte Kinder errichte, diese Kinder dann zu Diplomaten für alle ihre Leidensgenossen erkläre, um dann festzustellen: Die Tatsache, daß diese Kinder nicht mehr mißbraucht werden, soll den Kindesmißbrauch an sich nicht in Frage stellen.
Bemerkenswert auch Aufhausers Warhnehmungen in bezug auf Bauern: Seine Mitarbeiter, die allesamt Bauernfamilien entstammten, brächten "ein großes Gespür für die Tiere ... mit." Außerdem sei der Salzburger Bauer "zu Recht stolz auf das beispielhafte Verhältnis zu seinen Tieren." Und überhaupt: "Bauern sind Tierschützer der vernünftigen Art."
Man sieht: Zunehmend wird es überflüssig, Aufhausers Aussagen zu kommentieren, sie sprechen für sich – und gegen ihn. Spätestens bei folgender Bemerkung läßt man alle Hoffnung auf Logik und Vernunft fahren: "Tierschutz heißt auch, dem Beruf des Metzgers die entsprechende Achtung entgegen zu bringen." Und schließlich, völlig irrwitzig, Aufhausers Zukunftsvision:
"Freier Handel bedeutet ja nicht nur Import. Österreichische Produkte können ebenso exportiert werden. Ich denke da zum Beispiel an hochwertige Eier .... Oder der Tafelspitz als Export-Markenartikel ... mit einer Empfehlung von Gut Aiderbichl, das den Menschen in Deutschland mittlerweile auch bekannt ist. Utopie?"
Nein, keine Utopie, sondern Schwachsinn! Den Namen eines Tierasyls als Gütesiegel für Tierleichen zu vermarkten, ist abartig!
Gefährlicher Unsinn
Unsinn zu reden, ist niemals harmlos. Dies aber obendrein quasi unter falschem Namen zu tun, ist doppelt gefährlich. Wer etwa sagt, Menschen umzubringen, sei nicht weiter schlimm, solange man dabei nur ihre Würde respektiere, ist gefährlich. Wer aber diese Aussage im Namen der Menchenrechte macht, ist noch viel gefährlicher: Weil er zusätzlich die Bewegung, die Menschen schützen soll, ruiniert, indem er sie ad absurdum führt!
Genau das macht Aufhauser. Er sagt, Tiere umzubringen, sei schon in Ordnung, solange man dabei nur ihre Würde respektiere. Und er sagt dies als "Tierrechtler". Das ist wichtig. Aufhauser sieht sich selbst als Tierrechtler ("Förderkeis für Tierrechte", "Privatstiftung für Tierrechte") und er wird von den Medien als Tierrechtler gesehen (zum Beispiel bei TV-Sendungen regelmäßig als solcher angekündigt).
Damit kommen wir zur Beantwortung der Frage, ob Aufhausers Aussagen den Tieren schaden? Die Antwort lautet: Ja, Aufhausers Aussagen schaden den Tieren, weil sie keinen Fortschritt in Richtung Befreiung der Tiere darstellen oder bewirken, sondern im Gegenteil für Stillstand und Rückschritt stehen:
Stillstand: Die katastrophale Botschaft Aufhausers lautet: Leute, ihr braucht euer Verhalten nicht zu ändern, ihr könnt ruhig weiter Fleisch essen und ihr braucht dabei auch kein schlechtes Gewissen zu haben!
Rückschritt: Die Tierrechtsbewegung bemüht sich seit über 25 Jahren in mühseliger Kleinarbeit, die jahrhundertealte Vorstellung, daß Tiere essen und Tiere schützen vereinbar sei, als verhängnisvollen rationalen und ethischen Unsinn zu entlarven. "Tierrechtler" Aufhauser schickt sich an, eben diesen Unsinn quasi flächendeckend zu plakatieren.
Bedenkliche Wirkung
Bevor wir zu den Schlußfolgerungen kommen, möchte ich das Ergebnis, daß Aufhausers Aussagen Stillstand und Rückstand bedeuten und bewirken, noch etwas ausführen:
Beim Lesen von Texten von und über Aufhauser hatte ich ein Erlebnis, das ich zuletzt vor Jahrzehnten hatte, als es noch keine Tierrechtsbewegung gab: Man denkt, Donnerwetter, endlich ein Mensch, der kapiert, worum es geht – um am Ende doch wieder fassungslos feststellen zu müssen: Fehlanzeige, wieder nichts! So vernünftig und nett der über Tiere auch redet, dagegen, daß man sie umbringt und aufißt, hat er dennoch nichts einzuwenden.
Aufhausers abenteuerliche Rückreise in den unbekümmerten, naiven und irrationalen Speziesismus ist auch das Geheimnis seiner großen Beliebtheit. Da kann und will jeder mitmachen: Weiter Fleisch essen, lustig sein und dabei ein gutes Gewissen haben!
Nichts zu fordern und nichts zu bewirken – das ist Aufhausers "Erfolgsrezept": Er trifft sich wahllos mit beliebigen Society-Deppen, die irgendetwas vom Liebsein zu Tieren ins Mikrofon faseln – um schon im nächsten Augenblick und auch noch nach einem Jahr wieder in ihr Schnitzel zu beißen oder auf die Jagd zu gehen. Aufhausers Promi-Freunde beweisen ununterbrochen vor laufender Kamera, daß sie von Aufhauser nichts gelernt haben. Und Aufhauser scheint das auch nicht zu stören. Hauptsache, wieder ein tolles Foto für die Medien!
Schließlich zu einer besonders bedenklichen Konsequenz von Aufhausers "Philosophie": Mit seinem ewigen Gerede von der Freundlichkeit, Vernünftigkeit und Achtbarkeit von Bauern und Metzgern und der damit notwendig einhergehenden Verleugnung der grauenhaften Realtität richtet Aufhauser einen kaum mehr wiedergutzumachenden Schaden an: Wenn ohnehin im Grunde alles in Ordnung ist, wozu dann die ganze Aufregung, wozu dann die ganzen Aktionen der Tierrechtler? "Der Aufhauser sagt ja auch ...!" droht zum ultimativen Totschlagargument der Tierschinder zu werden!
Notwendige Konsequenz
Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder Aufhauser ändert seine Aussagen in Richtung Tierrechte. Oder er gibt seiner "Philosophie" einen passenden Namen, etwa "Umbringen mit Herz" oder "Ausbeuten mit Würde". Daß er weiter den Terror gegen Tiere im Namen von Tierrechten propagiert, darf nicht länger hingenommen werden.
Im Interesse der Tiere ist natürlich die erste Möglichkeit vorzuziehen: Es soll alles unternommen werden, um Aufhauser die Augen zu öffnen und ihn zu ermutigen, endlich seinem eigenen Anspruch, nämlich Tierrechtler zu sein, gerecht zu werden.
Das heißt nun überhaupt nicht, daß er sofort alle Menschen zu Vegetariern oder Veganern machen muß. Worum es geht, ist, Schritte in die richtige Richtung zu setzen bzw. zu bewirken. Und dies beinhaltet, wie ich in meinem Text "Eine Reise von zehntausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt" ausgeführt habe, viele Möglichkeiten:
Wenn jemand, der bis jetzt 20 % vegane Lebensmittel gegessen hat, nunmehr 40 % vegane Lebensmittel ißt, so ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn ein Fleischesser zum Vegetarier wird, so ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn ein Fleischesser, der bisher zehn Wurstsemmeln pro Woche gegessen hat, nur mehr fünf ißt, so ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Und wenn jemand, der noch nie über Tierrechte nachgedacht hat, beginnt, über Tierrechte nachzudenken, so ist das ein Schritt in die richtige Richtung.
Entscheidend ist, um es bildlich auszudrücken, Hinweisschilder in Richtung Befreiung der Tiere, also in Richtung Beendigung der Ausbeutung von Tieren aufzustellen. Was Aufhauser macht, ist, Schilder aufzustellen, die die Menschen zum Stehenbleiben und Rückwärtsgehen ermuntern.
Allgemeiner Appell
Ich hege für Michael Aufhauser durchaus freundschaftliche Gefühle. Deshalb fiel es mir auch nicht ganz leicht, diesen Beitrag zu verfassen. Aber es geht nicht um Aufhauser und es geht nicht um mich. Es geht nicht um seine Feinde und es geht nicht um seine Freunde. Worum es einzig und allein geht und gehen muß, sind die Tiere. Und deshalb war diese nüchterne Analyse notwendig. Ebenso notwendig ist aber nun, leidenschaftlich zu versuchen, Aufhauser doch noch konstruktiv in die historische Aufgabe der Befreiung der Tiere einzubinden.
© Helmut F. Kaplan: www.tierrechte-kaplan.org/kompendium/a237.htm
Stierkämpfe auf Gut Aiderbichl?
Dass "Tierdiplomat" Michael Aufhauser ein Faible für Tiermörder hat, ist mittlerweile ja hinlänglich bekannt: Bauern sind für ihn "Tierschützer der vernünftigen Art" und Tierschutz bedeutet für ihn auch, "dem Beruf des Metzgers die entsprechende Achtung entgegen zu bringen".
Ganz oben auf Aufhausers Beliebtheitsskala scheinen allerdings Jäger zu stehen: Nach exzessivem Posieren mit Ralf Schumacher hat er sich nun einem neuen Freund des perversen Waidwerks zugewandt: DJ Ötzi. Zwar ist dieser selbst bis jetzt noch nicht als Jäger in Erscheinung getreten, aber dafür posaunt seine Frau, Sonja Friedle, in die Welt hinaus, nunmehr stolze Jagdscheinbesitzerin zu sein. Martina Friesacher, mit der Ötzi-Frau Sonja die Jagdprüfung ablegte, über das gemeinsame Hobby: "NächsteWoche fahren wir in die Gegend von St. Johann ..., dort wollen wir Murmeltiere jagen."
Wer jetzt in Aufhausers Freundeskreis noch fehlt, ist ein schneidiger Tierexperimentator oder ein verwegener Stierkämpfer. Einzige Voraussetzung, um beim Aufhauser-Zirkus mitzumachen: Prominenz. Moralische Bedenken gibt es keine, da gewiss allgemein gilt, was Aufhauser in bezug auf Fleischessen feinsinnig so formulierte: „Die Tatsache, dass die Tiere von Gut Aiderbichl letztendlich nicht zum Schlachter kommen, soll die Fleischproduktion nicht in Frage stellen."
Dann könnten praktischerweise ja auch gleich Stierkämpfe auf Gut Aiderbichl veranstaltet werden! Fleisch wird dort ja schließlich auch in rauhen Mengen serviert. Nur die Stiere sollten halt nicht direkt aus dem Aiderbichl-Stall kommen. Was muss Aufhauser eigentlich noch alles aufführen, damit auch die naivsten Zeitgenossen endlich kapieren: Etwas Schlimmeres als ein „Tierdiplomat“, der sich magisch zu Tiermördern hingezogen fühlt und sein Wirken unter "Tierrechten" vermarktet, kann Tieren kaum passieren.
© Helmut F. Kaplan: www.fellbeisser.info 22.11.2004
Amoklauf der Verdrängung
(...) Da fällt mir das Gespräch ein, das ich mit Michael Aufhauser führte, als wir zum Gut Aiderbichl fuhren. Er sagte, daß das übliche Konzept der Tierrechtsbewegung falsch sei, daß man die Menschen mit Schreckensbildern konfrontiere und bombardiere. Das würde sie nur abschrecken, da würden sie nur abblocken und man würde nichts erreichen. Sein Konzept sei genau das umgekehrte: den Menschen ein positives Beispiel zu geben, eine positive Welt zu zeigen - eben Gut Aiderbichl.
Ich fand das ganz plausibel, sah dann Gut Aiderbichl in diesem Licht – und war ziemlich begeistert. (Während meiner Anwesenheit wurden den Gästen aber keine Würstel usw. serviert und ich wußte noch nicht, daß das meiste, was mir Aufhauser erzählte, etwa, daß er Vegetarier sei, schlicht falsch war.)
Heute weiß ich, daß dieses Konzept NICHT funktioniert und daß Gut Aiderbichl ein schlagender Beweis dafür ist: Die tatsächlichen Folgen von Aufhausers Konzept sind nämlich, daß die in den Menschen ohnehin reichlich vorhandenen Beschönigungstendenzen in einem Maße unterstüzt und verstärkt werden, daß es geradezu zu einem Amoklauf der Verdängung und Verleugnung kommt.
Aufhauser hat dieses Prinzip auf perverse und beängstigende Weise perfektioniert. Just am größten Schlachttag des Jahres, am Heiligen Abend, versetzt er die Schlächter in das tiefste Heile-Welt- und Alles-ist-in-Ordnung-Delirium. Die Menschen verzehren ihre Leichenberge und verfolgen dabei verzückt im Fernsehen das Gut Aiderbichl-Märchen. Statt die Täter wachzurütteln, werden sie mit sich selber versöhnt. Weihnachten auf Gut Aiderbichl ist wie Weihnachten in Auschwitz.
© Helmut F. Kaplan: www.tierrechte-kaplan.org/kompendium/a337.htm
Nachtrag rageandreason: Trotz aller Kritik aus Tierschutz-/Tierrechtskreisen hält Aufhauser an seinem profitträchtigen Konzept fest. Nach wie vor werden im hofeigenen Restaurant Tierleichen-/Fleischprodukte (Würstchen, Leberkäse) verkauft. Stand 09/2007

2008 fand die Eurovisions-Spendensammelshow "Weihnachten auf Gut Aiderbichl" bereits zum sechstenmal statt, wie immer unter reger Beteiligung von C-Prominenz jeder Sparte (auf dem Photo links M.Aufhauser).
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Und noch ein weiterer Spendenskandal...

"Bürger gegen Tierversuche e.V. "
Hamburger Morgenpost vom 21.02.2008
NEUER RAFFKE-VORWURF
Strafanzeige gegen Tierschützerin
STEPHANIE LAMPRECHT
Schon wieder ein Raffke-Verdacht in der Hamburger Tierschutzszene: Simone Runde, Erste Vorsitzende des Vereins "Bürger gegen Tierversuche", hat sich jahrelang ein üppiges Monatsgehalt von rund 4500 Euro aus Vereinsmitteln zahlen lassen. Zusätzlich erhielt sie Anfang 2007 eine Bonuszahlung von 36000 Euro für ihre "jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit". Nun haben die Tierschützer Anzeige beim Landeskriminalamt gestellt.
Simone Runde, die den Verein 1979 gründete, versteht die Empörung über die Verwendung von Spendengeldern nicht: "Auch die Manager von Greenpeace beziehen schließlich ein Gehalt." Tatsächlich steht in der Vereinssatzung von 1989, dass "die oder der Vorsitzende ein Gehalt auf Halbtagsbeschäftigungsbasis erhält, soweit es die Finanzen des Vereins zulassen."
In der Vergangenheit sorgte der Verein immer wieder mit Plakataktionen für Aufsehen, in denen etwa Tierversuche im UKE angeprangert wurden. Prominente Unterstützer im Jahr 2000: Moderatorin Alida Gundlach, Schauspielerin Eva-Maria Bauer und Ole von Beust.
Auch gegen die Pelzindustrie machte Simone Runde mit Kampagnen mobil. Seit Ende 2000 wurde es still um den Verein - die Personalkosten hingegen blieben eindrucksvoll: Rund 75000 Euro im Jahr 2004, rund 39000 Euro im Jahr 2005 und rund 86000 Euro im Jahr 2006.
Im Vergleich: Die Ausgaben für Flugblätter und Werbung betrugen in jenem Jahr nur ein Viertel der Personalkosten. Das Vereinsvermögen, dank einiger Erbschaften einst mehrere hunderttausend Euro schwer, betrug Ende 2006 nur noch 57000 Euro. Die Buchhaltung machte Rundes Ehemann. Auch ihr Sohn soll als Aushilfe Geld vom Verein kassiert haben.
Rechtsanwältin Martina Stoldt hat nun, unter anderem im Namen der zweiten Vereinsvorsitzenden, Strafanzeige gestellt: "Meine Mandantin, selbst ehrenamtlich für den Verein tätig, ist zutiefst empört, dass die Vereinsvorsitzende sich all die Jahre ein dermaßen hohes Gehalt genehmigt hat."
Der Extrazahlung habe die Zweite Vorsitzende nur zugestimmt, weil sie von einer ehrenamtlichen Tätigkeit von Frau Runde ausgegangen sei.
Simone Runde: "Mein Gehalt wurde vom Vorstand beschlossen." Tatsächlich ließen die übrigen Vorstandsmitglieder der Chefin freie Hand: "Meine Mandantin hat die Geschäftsführung vollständig der Ersten Vorsitzenden überlassen", so Stoldt, "das erkennt sie heute als Versäumnis an."
Die Tierschützerin mit dem Managergehalt wird von Rechtsanwalt Friedrich Engelke vertreten, der im vergangenen Jahr unermüdlich gegen die Machenschaften des Tierschutzvereinsvorsitzenden Wolfgang Poggendorf zu Felde zog. Eine Parallele zwischen Poggendorfs Selbstbedienungsmentalität und seiner Mandantin weist er weit zurück: "Die Jahresabschlüsse des Vereins ,Bürger gegen Tierversuche' wurden jedes Jahr von der Finanzverwaltung überprüft. Da ist alles korrekt."
Hamburger Morgenpost vom 22.02.2008
Kassenprüferin erstattete die Anzeige
Vorsitzende kassierte 4500 Euro jeden Monat - bei der Kassenprüfung bemerkte Christa Winkel den Raffke-Fall
STEPHANIE LAMPRECHT
Sie deckte den Raffke-Fall im Verein "Bürger gegen Tierversuche" auf: Kauffrau Christa Winkel (65), die sich im Dezember 2007 als freiwillige Kassenprüferin für den Verein zur Verfügung gestellt hatte - und aus allen Wolken fiel, als sie im Kassenbericht 2006 das Monatsgehalt der Vorsitzenden fand: 4500 Euro, bezahlt aus Spendengeldern von Tierfreunden. Zusammen mit weiteren Vereinsmitgliedern stellte Christa Winkel Strafanzeige beim Landeskriminalamt (Az: LK 511N/1K/ 0104420/2008.
"Ich war von den Socken, als ich die Personalkosten für 2006 sah", sagt die Kauffrau aus Nienstedten. "Insgesamt 85000 Euro! Davon 36000 Euro Abfindung für Frau Runde, für ihre angeblich ehrenamtliche Tätigkeit. Dabei bekam sie 4500 Euro jeden Monat. Ich war fassungslos."
Warum der siebenköpfige Vorstand das Topgehalt der Vorsitzenden abnickte, ist der Kauffrau ein Rätsel. Rundes Stellvertreterin, selbst ehrenamtlich für den Verein tätig, lässt durch ihre Anwältin Martina Stoldt ausrichten, sie habe Simone Runde "blind vertraut" und sei "zutiefst enttäuscht".
Katzenfreundin Winkel war selbst Mitglied im Verein "Bürger gegen Tierversuche", schied in den 90er Jahren aus: "Damals hatte Frau Runde auf der Mitgliederversammlung beantragt, dass sie ein Gehalt beziehen wolle. Das konnte ich nicht mittragen."
"Bürger gegen Tierversuche", betont Christa Winkler, "war einmal ein Superverein, der viel bewegt hat im Kampf gegen Tierquälerei." Deshalb habe sie trotz langer Funkstille auch zugesagt, als Simone Runde sie im vergangenen Dezember bat, sich zur ehrenamtlichen Kassenprüferin wählen zu lassen.
Christa Winkel ahnte nicht, was sie erwartete. Die laufenden Einnahmen des Vereins reichten längst nicht mehr für das Gehalt der Vorsitzenden: "Das wurde aus der Substanz des Vereinsvermögens gezahlt."
Simone Runde wird vom Rechtsanwalt Friedrich Engelke beraten. "Meine liebe, langjährige Mandantin" nennt er sie gegenüber der MOPO. Im Untreue-Skandal um den Vorsitzenden des Hamburger Tierschutzvereins hat Friedrich Engelke stets die Geldgier des Ex-Vorsitzenden Wolfgang Poggendorf angeprangert.
Warum verteidigt der Jurist gleichzeitig ein extrem hohes Gehalt für die Chefin eines anderen Tierschutzvereins? "Das Gehalt wurde von der Mitgliederversammlung beschlossen", erklärt Engelke, "meine Mandantin hat ihre berufliche Tätigkeit für den Verein aufgegeben, leistet rund um die Uhr Arbeit für den Tierschutz."
Kürzlich hat der Verein eine Wohnung im Wert von 70000 Euro geerbt. Dieses Geld, so hoffen die Tierschützer, soll Tieren zugutekommen. Wie es der Wunsch des Verstorbenen war.
Info:
Vereinsfinanzen
Aus den Finanzen des Vereins "Bürger gegen Tierversuche" (Beträge gerundet)
Personalkosten
2004 75600 Euro, 2005 39000 Euro, 2006 85000 Euro
Einnahmen aus Spenden, Beiträgen und Sammeldos
2004 30000 Euro, 2005 25000 Euro, 2006 18000 Euro
Vereinsvermögen
2004 220000 Euro, 2005 163000 Euro, 2006 57000 Euro
Quelle: Hamburger Morgenpost vom 22.02.2008 / S. 14-15)
Verein "Bürger gegen Tierversuche" vor Auflösung
Der umstrittene Hamburger Verein "Bürger gegen Tierversuche" wird nach dem Bekanntwerden neuer Untreuevorwürfe wahrscheinlich aufgelöst. Das berichtete am Sonnabend NDR 90,3. Die Vorwürfe richten sich gegen die Gründerin des Vereins, Simone Runde. Sie soll sich Medienberichten zufolge selbst bis Ende 2006 ein regelmäßiges Gehalt von 4.500 Euro im Monat für eine Halbtagestätigkeit gezahlt haben, zudem eine Abfindung von mehreren 10.000 Euro kassiert haben. Nach einer Strafanzeige ermittelt das Landeskriminalamt.
Anwalt: "Kein Schuldeingeständnis"
Rundes Anwalt, Friedrich Engelke, sagte, es sei kein Schuldeingeständnis, dass seine Mandantin den Verein nun auflösen wolle. Vielmehr sei niemand bereit, sich für "Bürger gegen Tierversuche" zu engagieren. Das restliche Vermögen des Vereins solle für gemeinnützige Zwecke gespendet werden. Erst vor wenigen Monaten, so der Anwalt, habe "Bürger gegen Tierversuche" eine geerbte Wohnung verkauft.
Quelle: NDR-online vom 23.02.2008
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Schauen Sie genau hin, bevor Sie einem
Tierheim oder Gnadenhof auch nur einen Cent überweisen.
Und lesen Sie auf jeden Fall vorher das


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